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	<title>Kommentare zu: Dumm zu sein bedarf es wenig</title>
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	<description>Brilliant!</description>
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		<title>Von: Chris</title>
		<link>http://www.britcoms.de/2010/03/08/dumm-zu-sein-bedarf-es-wenig/comment-page-1/#comment-8003</link>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 14:41:31 +0000</pubDate>
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		<description>Vielen Dank für diesen Beitrag. Artikel dieser Qualität stehen zu selten im Feuilleton, die meisten Beiträge dort verpassen es sich auch nur annähernd sinnvoll mit Inhalten auseinander zu setzen und wirken meist nur darauf bedacht sich möglichst umständlich aus zu drücken. Nach spezifischen Kritikpunkten sucht man oft vergeblich, stattdessen stürzt man sich lieber in Pauschalurteile oder Uneindeutigkeiten. Nach der Lektüre bleiben nur selten interessante Erkenntnisse oder gar neue Sichtweisen, meist nur die Erinnerung an grenzwertige Vergleiche und waghalsige Formulierungen. Oft aber auch einfach nur das Gefühl einige Minuten des eigenen Lebens an die profilneurotischen Ergüsse eines Menschen verloren zu haben, der Kunst nicht fühlen kann oder will, sondern sie als Wichsvorlage für das eigene Ego missbraucht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für diesen Beitrag. Artikel dieser Qualität stehen zu selten im Feuilleton, die meisten Beiträge dort verpassen es sich auch nur annähernd sinnvoll mit Inhalten auseinander zu setzen und wirken meist nur darauf bedacht sich möglichst umständlich aus zu drücken. Nach spezifischen Kritikpunkten sucht man oft vergeblich, stattdessen stürzt man sich lieber in Pauschalurteile oder Uneindeutigkeiten. Nach der Lektüre bleiben nur selten interessante Erkenntnisse oder gar neue Sichtweisen, meist nur die Erinnerung an grenzwertige Vergleiche und waghalsige Formulierungen. Oft aber auch einfach nur das Gefühl einige Minuten des eigenen Lebens an die profilneurotischen Ergüsse eines Menschen verloren zu haben, der Kunst nicht fühlen kann oder will, sondern sie als Wichsvorlage für das eigene Ego missbraucht.</p>
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		<title>Von: Kenny von Spenny</title>
		<link>http://www.britcoms.de/2010/03/08/dumm-zu-sein-bedarf-es-wenig/comment-page-1/#comment-8002</link>
		<dc:creator>Kenny von Spenny</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 05:51:21 +0000</pubDate>
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		<description>@Ralf: zwischen Kabarett und Kabarett gibt es auch ziemliche Unterschiede. Urban Priol etwa, der eigentlich nie etwas anderes macht, außer hilflos-uninspirierte Endlosschleifen voller Gemeinplätze abzuspulen, ist nicht dasselbe wie beispielsweise Georg Schramm (dessen völlig eigenständiger Stil allerdings auch schon weit über das gewöhnliche und gewohnte politische Kabarett hinausgeht, sollte man hier vielleicht hinzufügen) Bei Schramm täte mich übrigens interessieren, ob er auch schon mal auf diesem Nockerlnberg vortragen durfte *lol* Keine Ahnung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ralf: zwischen Kabarett und Kabarett gibt es auch ziemliche Unterschiede. Urban Priol etwa, der eigentlich nie etwas anderes macht, außer hilflos-uninspirierte Endlosschleifen voller Gemeinplätze abzuspulen, ist nicht dasselbe wie beispielsweise Georg Schramm (dessen völlig eigenständiger Stil allerdings auch schon weit über das gewöhnliche und gewohnte politische Kabarett hinausgeht, sollte man hier vielleicht hinzufügen) Bei Schramm täte mich übrigens interessieren, ob er auch schon mal auf diesem Nockerlnberg vortragen durfte *lol* Keine Ahnung.</p>
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		<title>Von: Tim</title>
		<link>http://www.britcoms.de/2010/03/08/dumm-zu-sein-bedarf-es-wenig/comment-page-1/#comment-7999</link>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 02:31:58 +0000</pubDate>
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		<description>Das Kabarett durchsexualisieren? Das würde ich mir evtl. sogar anschauen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Kabarett durchsexualisieren? Das würde ich mir evtl. sogar anschauen.</p>
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		<title>Von: Ralf</title>
		<link>http://www.britcoms.de/2010/03/08/dumm-zu-sein-bedarf-es-wenig/comment-page-1/#comment-7998</link>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 14:24:10 +0000</pubDate>
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		<description>Schaut von euch jemand ab und zu den Nachfolger vom &quot;Scheibenwischer&quot;, &quot;Hallervordens Spottlight&quot;, &quot;Neues aus der Anstalt&quot; oder ähnliches? 
Das ist unerträglicher Quatsch für die bereits Bekehrten. Und wenn &quot;Derbleckte&quot; auf dem Nockherberg versteinert gute Miene machen, dann zeigen sie doch bloß aller Öffentlichkeit, wie toll sie Spaß verstehen. Und dann holen sie sich bei nächster Gelegenheit noch den &quot;Orden wider den tierischen Ernst&quot; ab.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schaut von euch jemand ab und zu den Nachfolger vom &#8220;Scheibenwischer&#8221;, &#8220;Hallervordens Spottlight&#8221;, &#8220;Neues aus der Anstalt&#8221; oder ähnliches?<br />
Das ist unerträglicher Quatsch für die bereits Bekehrten. Und wenn &#8220;Derbleckte&#8221; auf dem Nockherberg versteinert gute Miene machen, dann zeigen sie doch bloß aller Öffentlichkeit, wie toll sie Spaß verstehen. Und dann holen sie sich bei nächster Gelegenheit noch den &#8220;Orden wider den tierischen Ernst&#8221; ab.</p>
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	<item>
		<title>Von: Kenny von Spenny</title>
		<link>http://www.britcoms.de/2010/03/08/dumm-zu-sein-bedarf-es-wenig/comment-page-1/#comment-7997</link>
		<dc:creator>Kenny von Spenny</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 21:05:00 +0000</pubDate>
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		<description>Von einem schlichten Feuilletonisten für tot erklärt zu werden, nützt dem Kabarett doch eher als daß es ihm schadet. Weil die beste Anerkennung, die man kriegen kann - nach der durch einen geistvollen Menschen vielleicht - ist doch sicher die, daß einen die Tölpel überhaupt nicht mögen. Finde ich zumindest.
Ich glaube, Kabarett wird heutzutage auch darum gerne kritisiert und belächelt, weil es eine der letzten Kunstbetriebsformen ist, die noch nicht komplett durchsexualisiert und von zwanzigjährigen Berufsblödlern bevölkert ist. Aber das ist auch nur eine Hypothese.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Von einem schlichten Feuilletonisten für tot erklärt zu werden, nützt dem Kabarett doch eher als daß es ihm schadet. Weil die beste Anerkennung, die man kriegen kann &#8211; nach der durch einen geistvollen Menschen vielleicht &#8211; ist doch sicher die, daß einen die Tölpel überhaupt nicht mögen. Finde ich zumindest.<br />
Ich glaube, Kabarett wird heutzutage auch darum gerne kritisiert und belächelt, weil es eine der letzten Kunstbetriebsformen ist, die noch nicht komplett durchsexualisiert und von zwanzigjährigen Berufsblödlern bevölkert ist. Aber das ist auch nur eine Hypothese.</p>
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		<title>Von: Karlheinz Damerow</title>
		<link>http://www.britcoms.de/2010/03/08/dumm-zu-sein-bedarf-es-wenig/comment-page-1/#comment-7992</link>
		<dc:creator>Karlheinz Damerow</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 13:21:57 +0000</pubDate>
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		<description>Dummer Totredner des Kabaretts

Die Sozialen Demokraten Deutschlands, als Feuermelder gegen ungebremst inhumane Machtausübung vor Brandt, sind letztlich durch Schmidt und ultimativ durch Schröder eliminiert, ihre politische Substanz nach Abspaltung der Grünen und nach der Vereinigung mit der SED auf drei Politvereine verteilt. Wenn Burkhard Schmidt verkündet, Kabarett sei Ausdruckform von Sozialdemokratie gewesen, dann nähert er sich der Wahrheit, wenn auch auf eher weniger gewollten Umwegen.

Sozialdemokratie vor mehr als vierzig Jahren war Kabarett, hieß Schweinereien der Mächtigen und der „Nach-wie-vor-Nazis“ an den Pranger stellen. Das hatte häufig etwas von Rebellentum, David gegen Goliath und setzte nicht selten wohl auch das Eingehen eines persönlichen, sogar existenziellen Risikos voraus. Das ist aber kein unabdingbares Merkmal von Kabarett.
 
Entscheidend war und ist das „An-den-Pranger-“, das „Zur-Schau-stellen“ eines Missetäters vor möglichst vielen Augen und Ohren, egal was man dabei riskiert. Das geschieht natürlich nicht besonders effektiv in den schummrigen Ecken irgend einer Kleinkunstbühne, wo Kabarett-Profis halt ihren mageren Lebensunterhalt bestreiten müssen, sondern da, wo möglichst auch jeder Blödzeitungs“leser“ und ohne Eintrittskarte vorbeikommt. Das war einmal der Marktplatz. Heute ist es das Internet (mit zunehmend unkalkulierbarer Zielgenauigkeit) und noch immer am effektivsten das Fernsehen.

Wie gut die Kabarettisten Lerchenberg und Springer waren, zeigt doch allein schon das Nichterscheinen des Spaßpolitikers und Rächers der Besserverdienenden auf dem Nockherberg. Wenn „Derbleckte“ versteinert grinsen oder gar dem ganzen Saal die Spucke weg bleibt, dann zeigt sich doch, wie wichtig und unverzichtbar heute noch, ja mehr denn je, Kabarett ist.

Es geht nicht darum, dass das Verhöhnen von immer intimeren Belanglosigkeiten und Dummheiten Commedie-Fääns noch dummer macht. Es geht darum, Schweinereien, also grobe Verstöße gegen Grundlagen des Verhaltens in einem Gemeinwesen, eines ethisch moralischen Prekariats, nicht unter den Teppich zu kehren und den immer kürzer werdenden Halbwertszeiten der erinnerten Öffentlichkeit unseres (Des)“Informations“-Zeitalters zum Opfer fallen zu lassen, nach dem Motte: Schwamm drüber und weiter so!
 
Der gut beratene mittelalterliche Herrscher leistete sich einen Hofnarren als Korrektiv allzu einäugiger Machtausübung. Es ist in unser aller bestem Interesse, uns Hofnarren 2011 von der Sorte „Neues aus der Anstalt“ und eines Pater Barnabas zu gönnen und sie nach Lust und Laune so unintelligent und gedankenarm, wie es Herren Müllers auch immer erscheinen mag, personalisieren zu lassen.

Burkhard Müller, nur ein weiterer Totredner des Kabaretts, kann uns allerdings getrost gestohlen bleiben. Er betreibt damit das Geschäft der Absahner in unserer Gesellschaft. Er mag zum Geister-Schreiber-Kabinett des spaßigen Ichlings G.W. gehen, wenn ihm das dumm genug ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dummer Totredner des Kabaretts</p>
<p>Die Sozialen Demokraten Deutschlands, als Feuermelder gegen ungebremst inhumane Machtausübung vor Brandt, sind letztlich durch Schmidt und ultimativ durch Schröder eliminiert, ihre politische Substanz nach Abspaltung der Grünen und nach der Vereinigung mit der SED auf drei Politvereine verteilt. Wenn Burkhard Schmidt verkündet, Kabarett sei Ausdruckform von Sozialdemokratie gewesen, dann nähert er sich der Wahrheit, wenn auch auf eher weniger gewollten Umwegen.</p>
<p>Sozialdemokratie vor mehr als vierzig Jahren war Kabarett, hieß Schweinereien der Mächtigen und der „Nach-wie-vor-Nazis“ an den Pranger stellen. Das hatte häufig etwas von Rebellentum, David gegen Goliath und setzte nicht selten wohl auch das Eingehen eines persönlichen, sogar existenziellen Risikos voraus. Das ist aber kein unabdingbares Merkmal von Kabarett.</p>
<p>Entscheidend war und ist das „An-den-Pranger-“, das „Zur-Schau-stellen“ eines Missetäters vor möglichst vielen Augen und Ohren, egal was man dabei riskiert. Das geschieht natürlich nicht besonders effektiv in den schummrigen Ecken irgend einer Kleinkunstbühne, wo Kabarett-Profis halt ihren mageren Lebensunterhalt bestreiten müssen, sondern da, wo möglichst auch jeder Blödzeitungs“leser“ und ohne Eintrittskarte vorbeikommt. Das war einmal der Marktplatz. Heute ist es das Internet (mit zunehmend unkalkulierbarer Zielgenauigkeit) und noch immer am effektivsten das Fernsehen.</p>
<p>Wie gut die Kabarettisten Lerchenberg und Springer waren, zeigt doch allein schon das Nichterscheinen des Spaßpolitikers und Rächers der Besserverdienenden auf dem Nockherberg. Wenn „Derbleckte“ versteinert grinsen oder gar dem ganzen Saal die Spucke weg bleibt, dann zeigt sich doch, wie wichtig und unverzichtbar heute noch, ja mehr denn je, Kabarett ist.</p>
<p>Es geht nicht darum, dass das Verhöhnen von immer intimeren Belanglosigkeiten und Dummheiten Commedie-Fääns noch dummer macht. Es geht darum, Schweinereien, also grobe Verstöße gegen Grundlagen des Verhaltens in einem Gemeinwesen, eines ethisch moralischen Prekariats, nicht unter den Teppich zu kehren und den immer kürzer werdenden Halbwertszeiten der erinnerten Öffentlichkeit unseres (Des)“Informations“-Zeitalters zum Opfer fallen zu lassen, nach dem Motte: Schwamm drüber und weiter so!</p>
<p>Der gut beratene mittelalterliche Herrscher leistete sich einen Hofnarren als Korrektiv allzu einäugiger Machtausübung. Es ist in unser aller bestem Interesse, uns Hofnarren 2011 von der Sorte „Neues aus der Anstalt“ und eines Pater Barnabas zu gönnen und sie nach Lust und Laune so unintelligent und gedankenarm, wie es Herren Müllers auch immer erscheinen mag, personalisieren zu lassen.</p>
<p>Burkhard Müller, nur ein weiterer Totredner des Kabaretts, kann uns allerdings getrost gestohlen bleiben. Er betreibt damit das Geschäft der Absahner in unserer Gesellschaft. Er mag zum Geister-Schreiber-Kabinett des spaßigen Ichlings G.W. gehen, wenn ihm das dumm genug ist.</p>
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