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	<title>Britische Sitcoms</title>
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	<description>Man invented language to satisfy his deep need to complain. (Lily Tomlin)</description>
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		<title>Streets ahead? &#8220;Community&#8221; erhält fünfte Staffel</title>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 10:34:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Nagel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sitcom]]></category>
		<category><![CDATA[US-Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Chevy Chase]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Dan Harmon]]></category>
		<category><![CDATA[Joel McHale]]></category>
		<category><![CDATA[Parks and Recreation]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist mal eine Überraschung: Entgegen allen Erwartungen gibt NBC der Geek-&#38;-Nerd-Sitcom &#8220;Community&#8221; (seit 2009) eine weitere, fünfte Staffel! Ob das eine gute Idee ist? Die gerade zuende gegangene vierte Staffel, ohne Creator Dan Harmon, der nach einem langen Zerwürfnis mit Chevy Chase die Show verlassen musste, wirkte über die meisten Folgen müde, überraschungsfrei, wie aus Fan-Fiction [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist mal eine Überraschung: Entgegen allen Erwartungen gibt NBC der Geek-&amp;-Nerd-Sitcom <strong><a title="ich hier im Blog darüber" href="http://www.britcoms.de/2012/04/23/der-kilometa-humor-von-community/">&#8220;Community&#8221;</a></strong> (seit 2009) eine weitere, fünfte Staffel!</p>
<p>Ob das eine gute Idee ist? Die gerade zuende gegangene vierte Staffel, ohne Creator Dan Harmon, der nach einem langen Zerwürfnis mit Chevy Chase die Show verlassen musste, wirkte über die meisten Folgen müde, überraschungsfrei, wie aus Fan-Fiction zusammengebastelt: nicht wirklich unterirdisch schlecht, aber unoriginell, blass, weit entfernt von den verblüffenden Ideen früherer Staffeln.</p>
<p>Wie könnte nun eine weitere Staffel aussehen? Chevy Chase ist nicht mehr an Bord, und auch Jeff müsste, nach der letzten Folge der vierten Season, schon mit einem grotesken Manöver zurück ans College kommen, sollte er noch einmal auftauchen.</p>
<p>Dafür gibt es doch tatsächlich <a title="deadline.com berichtet bzw. spekuliert" href="http://www.deadline.com/2013/05/community-is-coming-back-will-dan-harmon-return-too/" target="_blank">Gerüchte</a>, dass Dan Harmon selbst zurückkommen könnte: nachdem Chase das Team verlassen hat, wäre der Hauptgrund für Harmons Abgang ja nun weggefallen.</p>
<p>Sollte Harmon tatsächlich zurückkommen, was ich für eher unwahrscheinlich halte, gäbe ich &#8220;Community&#8221; noch eine Chance. Falls nicht, würde ich &#8220;Community&#8221; gerne als eine phasenweise brillante, phasenweise sehr okaye und zum Schluss mittelmäßige Sitcom in Erinnerung behalten.</p>
<p>Was habt ihr von der letzten Staffel &#8220;Community&#8221; gehalten? Und wäre eine weitere Season ohne Harmon, ohne Chase und am Ende ohne Joel McHale auch nur einen Schuss Pulver wert?</p>
<p><strong>UPDATE</strong> Eine wirklich gute, wenngleich weniger überraschende Nachricht aus dem Hause NBC: Auch &#8220;Parks and Recreation&#8221; (seit 2009) ist <a title="hitfix.com" href="http://www.hitfix.com/whats-alan-watching/nbc-renews-parks-and-recreation-for-season-6" target="_blank">verlängert worden</a>, in diesem Fall für eine sechste Season. Sehr zu recht, ist &#8220;Parks &amp; Recs&#8221; doch neben &#8220;Modern Family&#8221; (ABC, ebenfalls seit 2009) die beste Sitcom derzeit im US-Fernsehen.</p>
<p><strong>UPDATE 2:</strong> Eine pointierte Zusammenfassung, was mit der letzten Staffel &#8220;Community&#8221; nicht stimmte, gibt <a title="zu HitFix" href="http://www.hitfix.com/whats-alan-watching/season-finale-review-community-advanced-introduction-to-finality-the-folly-of-evil" target="_blank">Alan Sepinwall bei HifFix</a>, indem er die letzte Folge der aktuellen Staffel analysiert und auseinandernimmt:</p>
<blockquote><p>The return of the Darkest Timeline characters not only felt like a case of the show trying way, way too hard to recapture former glory, [...] but once the whole thing was revealed as a dream sequence (sigh), it made no sense, character-wise. Why in the world is <i>Jeff Winger </i>having an Abed Nadir nightmare? [...]</p>
<p>And when Abed insisted that they had finally found a way to make paintball cool again, it only underscored how <i>not </i>cool the cafeteria shootout was. What made the first couple of paintball episodes fun wasn&#8217;t spiffy looking guns and special effects, but how much care and time was devoted to recreating the look, feel and dramatic style of the various action movies they were parodying. Most of the showdowns were uninspired, and tossing in a &#8220;Matrix&#8221; effect at the end without any proper build-up was just lazy.</p></blockquote>
 <p><a href="http://www.britcoms.de/?flattrss_redirect&amp;id=4999&amp;md5=33f10c3aabd717078f5cf8fe3f1f8940" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.britcoms.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>An den zweiten Folgen sollt ihr sie erkennen</title>
		<link>http://www.britcoms.de/2013/05/10/an-den-zweiten-folgen-sollt-ihr-sie-erkennen/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 11:32:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Nagel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sitcom]]></category>
		<category><![CDATA[Derek Jacobi]]></category>
		<category><![CDATA[Frances de la Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Gary Janetti]]></category>
		<category><![CDATA[Ian McKellen]]></category>
		<category><![CDATA[Iwan Rheon]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Ravenhill]]></category>
		<category><![CDATA[Russell Tovey]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Hadland]]></category>
		<category><![CDATA[The Job Lot]]></category>
		<category><![CDATA[Vicious]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei neue Sitcoms hat ITV1 vor Wochenfrist ins Rennen geschickt: &#8220;Vicious&#8221;, die Geschichte eines alternden schwulen Glamour-Paares (Sir Ian McKellen und Sir Derek Jacobi, man möchte es kaum glauben), und &#8220;The Job Lot&#8221;, rund um die mehr oder weniger verzweifelten Angestellten einer Arbeitsagentur. Beide Shows laufen nun seit zwei Wochen, und zwar die eine direkt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei neue Sitcoms hat ITV1 vor Wochenfrist ins Rennen geschickt: <a title="im Comedy Guide" href="http://www.comedy.co.uk/guide/tv/vicious/" target="_blank"><strong>&#8220;Vicious&#8221;</strong></a>, die Geschichte eines alternden schwulen Glamour-Paares (Sir Ian McKellen und Sir Derek Jacobi, man möchte es kaum glauben), und <a title="dito im Comedy Guide" href="http://www.comedy.co.uk/guide/tv/the_job_lot/" target="_blank"><strong>&#8220;The Job Lot&#8221;</strong></a>, rund um die mehr oder weniger verzweifelten Angestellten einer Arbeitsagentur. Beide Shows laufen nun seit zwei Wochen, und zwar die eine direkt nach der anderen, so dass sich Vergleiche geradezu aufdrängen. Beide lagen in meiner Gunst nach der ersten Folge ziemlich gleichauf; &#8220;Vicious&#8221; vielleicht etwas vor &#8220;The Job Lot&#8221;, aber nicht viel.</p>
<p>Nach der zweiten Folge hat sich das geändert. Und weil beide Shows, so verschieden sie auch sind, doch gewisse Parallelen haben, und ich außerdem neulich etwas über <a title="zum Beitrag von kürzlich" href="http://www.britcoms.de/2013/02/19/cuckoo-revisited/">Pilotfolgen</a> geschrieben habe, fand ich bemerkenswert, wie sehr es eben nicht die Pilotfolge war, die den Unterschied macht, sondern die zweite Folge.</p>
<p>&#8220;The Job Lot&#8221; ist, wie der Name schon andeutet, eine Ensemble-Comedy, innerhalb derer Trish, die Managerin der Agentur, (Sarah Hadland, zweite Geige in <a title="Minikritik hier im Blog" href="http://www.britcoms.de/2009/11/10/im-a-size-ten-ty-yeah-tenty/">&#8220;Miranda&#8221;</a>) und vor allem Karl (Russell Tovey, <a title="hier im Blog" href="http://www.britcoms.de/2010/01/28/dramedy-mit-geist-und-ah-werwolf-und-vampir/">&#8220;Being Human&#8221;</a>, <a title="dito" href="http://www.britcoms.de/2010/09/16/die-ruckkehr-des-nichts/">&#8220;Him and Her&#8221;</a>) Schlüsselpositionen haben. Klassischer Pilot-Kniff bei beiden Serien: &#8220;Eine neue Figur kommt ins Spiel&#8221;. Karl, eigentlich studierter Kunsthistoriker, hat in der ersten Folge die Schnauze voll davon, arbeitslose Versager mit Scheißjobs versorgen zu müssen, und schmeißt hin &#8212; da kommt eine gutaussehende Aushilfe des Wegs, so dass er seine Entscheidung umgehend revidiert. (Umgekehrt so bei seiner Chefin: bei der ist es das [Wieder-]Auftauchen ihrer Nemesis, einer sturen, kleinkarierten Mitarbeiterin aus der Hölle, die sich ihren Arbeitsplatz zurückgeklagt hat und nun Trish das Leben schwermacht.)</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/TuAbYuqfT48" height="332" width="590" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Nicht ganz unähnlich bei &#8220;Vicious&#8221;: Obwohl wir hier eine klassisch-altmodische Mehrkamera-Comedy haben, vor Publikum und deshalb mit Gelächter und allem, und schon deshalb ein ganz anderes Look-and-Feel als bei &#8220;The Job Lot&#8221; (das mit einer Kamera und ohne Gelächter produziert ist), ist doch der Dreh der Pilotfolge sehr ähnlich. Hier sind es Stuart (Jacobi) und Freddie (McKellen), die das Ensemble anführen. Die beiden sind sympathisch effeminierte alte Streithähne (Arbeitstitel der Show war &#8220;Vicious Old Queens&#8221;, das hätte auch besser gepasst). Besonders Freddie als alternder Schauspieler, dessen größter Erfolg (zehnt-beliebtester Superschurke bei &#8220;Doctor Who&#8221;) nun auch schon einige Jahrhunderte zurückliegt, teilt kräftig Beleidigungen gegen Stuart aus, der seinerseits aber stets mit passender Münze herausgibt. Tatsächlich lebt die Show sehr von den kunstvollen Invektiven, die die beiden Theater-Giganten mit ihrer sagenhaften Präsenz einander an die Köpfe werfen, und natürlich von den beleidigten Reaktionen.</p>
<p>Die neue Figur in der ersten Folge &#8220;Vicious&#8221; ist Ash (Iwan Rheon, &#8220;Misfits&#8221;, &#8220;Game of Thrones&#8221;), der jugendliche neue Mieter, der zum Love Interest v.a. von Freddie, aber auch von Freddies und Stuarts gemeinsamer Freundin Violet (Frances de la Tour, &#8220;Rising Damp&#8221;) wird.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/OIlm4TDkTps" height="332" width="590" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Nach der ersten Folge haben beide Serien das Zeug dazu, solide Sitcoms zu werden: gute Settings, die man noch nicht allzu oft gesehen hat (die Arbeitsagentur erlaubt schräge Gast-Figuren für einzelne Folgen, das Milieu verarmter homosexueller Snobs hat eine eingebaute Fallhöhe von beachtlicher Größe), sehr gute Schauspieler, und eine interessante &#8220;Chemie&#8221; zwischen den Figuren &#8212; wobei ich vermutet hätte, dass die Chemie des Ensembles bei &#8220;Job Lot&#8221; stärker ist, weil die Charaktere unterschiedlicher sind und von Sicherheitsleuten über Arbeitslosenhilfeempfänger bis zur Agenturchefin reichen. Bei &#8220;Vicious&#8221; ist es der Freundeskreis von Stuart und Freddie (zu dem noch Penelope und Mason gehören, eine äußerst vergessliche und abwesende Greisin und ein Beschwerdeführer), der sozial aber doch recht homogen ist.</p>
<p>Deshalb war ich überrascht, dass <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Vicious_(TV_series)" target="_blank">&#8220;Vicious&#8221;</a> doch die weitaus bessere zweite Folge zu bieten hat als <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Job_Lot" target="_blank">&#8220;The Job Lot&#8221;</a>. <strong>[Achtung, jetzt kommen ein paar Spoiler!]</strong> Letztere nutzt das Angebot der Vielzahl möglicher Gastfiguren sofort und führt für nur eine Folge einen höherrangigen Militär ein, der so etwas wie ein Motivationsseminar leiten soll und prompt Konflikte im Team auslöst (der Sicherheitsmann fühlt seine Autorität unterminiert, die Frauen und Karl streiten um seine Aufmerksamkeit).</p>
<p>&#8220;Vicious&#8221; hingegen thematisiert die Armut der beiden Hauptfiguren: Freddie braucht für einen Auftritt vor dem &#8220;Doctor Who&#8221;-Fanclub einen neuen Mantel, den er sich jedoch nicht leisten kann. Also arbeitet Stuart heimlich beim Herrenausstatter. Diese Heimlichkeit aber führt zu Verdächtigungen und hübschen Verwirrungen. Und sie gibt den Autoren Mark Ravenhill und Gary Janetti Gelegenheit, Szenen zu schaffen, in denen je zwei Figuren miteinander interagieren können, um so die jeweiligen Beziehungen zu beleuchten und zu vertiefen: Ash klagt Freddie sein Leid mit seiner Freundin, umgekehrt klagt Freddie Ash sein Leid mit Stuart, Violet konfrontiert Stuart mit ihrem Verdacht usw.</p>
<p>Die Folge ist, dass das &#8220;Vicious&#8221;-Ensemble sehr viel stärker und komischer wird, weil wir die Figuren und ihre Beziehungen zueinander intensiver kennenlernen &#8212; während bei &#8220;The Job Lot&#8221; vorwiegend die Konflikte zwischen einer neuen (außerdem recht schwach gezeichneten) Figur und dem Cast gezeigt werden, statt die Verstrickungen zwischen den Hauptfiguren. In &#8220;Vicious&#8221; sind es die Konflikte, die zwischen den Hauptfiguren angelegt sind, die für Komik sorgen &#8212; in &#8220;The Job Lot&#8221; braucht es auch in der zweiten Folge eine Figur von außen, um die Konflikte in Gang zu bekommen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/SnM2O8kxPeQ" height="332" width="590" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Natürlich ist es ein bisschen ungerecht und recht willkürlich, die beiden zweiten Folgen dieser Serien zu vergleichen.  Und selbstverständlich kann man auch &#8220;Vicious&#8221; kritisieren: Ich hatte etwa den Eindruck, dass die ganzen blumigen Beleidigungen, die da ausgetauscht werden, gar nicht so sehr von ihrem Wortlaut lebten, sondern eher von der Theatralik und Bühnenpräsenz von McKellen und Jacobi, die wiederum vom Publikum und dessen frenetischem Gelächter unterstützt werden. Und selbstverständlich ist &#8220;Vicious&#8221; über die Maßen altmodisch.</p>
<p>Aber gerade das Altmodische, die Beschränkung auf ein Set und eine Nebenbühne (in der zweiten Folge: das Kaufhaus, in dem Freddie und Stuart den Mantel kaufen/wo Stuart jobbt), die Beschränkung auf einen Cast ohne viele Nebenfiguren, macht &#8220;Vicious&#8221; stärker als das modernere &#8220;Job Lot&#8221; mit all seinen One-Camera-Möglichkeiten.</p>
<p>Mal sehen, wie es nach der dritten Folge aussieht: Wird &#8220;The Job Lot&#8221; abermals eine Figur nur für die eine Folge einführen? Vielleicht funktioniert die Show ja gerade dann wieder: Wenn dieses Prinzip erst einmal etabliert ist. Vielleicht wird &#8220;Vicious&#8221; schwächer, wenn die Beschränkungen allzu deutlich werden und die Beschimpfungen zwischen Freddie und Stuart ihren Neuigkeitswert verloren haben. Vielleicht also sieht dann schon wieder alles ganz anders aus, und ich muss einen Eintrag schreiben, warum die dritten Folgen alles entscheiden.</p>
 <p><a href="http://www.britcoms.de/?flattrss_redirect&amp;id=4987&amp;md5=adbcf0fead644cf0a6c5bc59ab44d4c1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.britcoms.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;The World&#8217;s End&#8221; is neigh!</title>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 09:43:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Nagel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Komödie]]></category>
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		<description><![CDATA[Der dritte Teil der &#8220;Three Flavours Cornetto-Trilogy&#8221; steht vor der Tür: &#8220;The World&#8217;s End&#8221;, nach &#8220;Shaun of the Dead&#8221; und  &#8221;Hot Fuzz&#8221; der dritte Film von Edgar Wright, Simon Pegg und Nick Frost, in dem eine Cornetto-Sorte die Geschmacksrichtung vorgibt (und je eine Figur im Film auch ein entsprechendes Cornetto verputzt). In &#8220;Shaun&#8221; war es &#8220;Strawberry&#8221; [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der dritte Teil der &#8220;Three Flavours Cornetto-Trilogy&#8221; steht vor der Tür: <a title="offizielle Seite" href="http://www.theworldsendmovie.co.uk/" target="_blank"><strong>&#8220;The World&#8217;s End&#8221;</strong></a>, nach <a title="ich über Shaun" href="http://www.britcoms.de/2005/01/01/romcomzom/">&#8220;Shaun of the Dead&#8221;</a> und  &#8221;Hot Fuzz&#8221; der dritte Film von Edgar Wright, Simon Pegg und Nick Frost, in dem eine Cornetto-Sorte die Geschmacksrichtung vorgibt (und je eine Figur im Film auch ein entsprechendes Cornetto verputzt). In &#8220;Shaun&#8221; war es &#8220;Strawberry&#8221; (mit ganzen Stückchen!), ganz dem einerseits romantischen und andererseits dem Gore-Element des Films geschuldet, in &#8220;Hot Fuzz&#8221; das originale Cornetto mit der blauen Hülle, das auf das Polizeifilmgenre verwies, und nun ist es &#8220;mint choc-chip&#8221;, das auf&#8230; äh&#8230; irgendwas hindeuten soll. Vielleicht darauf, dass Engländer bizarre Geschmackskombinationen mögen.</p>
<p>Oder darauf, dass sich in und hinter dem einen, äußerlich Sichtbaren, etwas ganz anderes verbirgt: denn &#8220;The World&#8217;s End&#8221; scheint, nach allem, was der Teaser Trailer verrät, ein Bodysnatcher-Film zu werden:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/YF-4c8U-mUI" height="332" width="590" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Schön, dass Martin Freeman, Reece Shearsmith und Mark Heap mit von der Partie sind, schön, dass das wieder ein rein britischer Film ist (nachdem <a title="ich hier im Blog darüber" href="http://www.britcoms.de/2011/04/15/unheimlich-lustige-begegnung-der-dritten-art/">&#8220;Paul&#8221;</a> ja auch irgendwie okay war, aber nicht so gut wie die Filme der Cornetto-Trilogie), und schön, dass auch hier wieder über einen Zaun gehüpft wird, was ja nun vollends klar macht, dass es hier um eine Filmreihe geht. Und zwar eine der besseren dieser Welt.</p>
<p>Deutschlandstart ist 12. September.</p>
 <p><a href="http://www.britcoms.de/?flattrss_redirect&amp;id=4985&amp;md5=1b80718e7613fe210c69907cbae63d55" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.britcoms.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Veni, vidi, ridi</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 22:01:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Nagel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Trollied]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.britcoms.de/?p=4971</guid>
		<description><![CDATA[Die einfachsten Rezepte sind doch oft die besten. Die Formel für &#8220;Plebs&#8221; (ITV2, 2013) lautet: &#8220;Inbetweeners&#8221; plus Zeitsprung ins alte Rom gleich luftig-leichte Sitcom mit hohem Unterhaltungswert &#8212; auch für über Dreißigjährige (= mich). Marcus und Stylax sowie Marcus&#8217; fauler Sklave Grumio bilden dabei das spätjugendliche Comedy-Ensemble, bestehend aus the awkward one (Marcus), the horny [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die einfachsten Rezepte sind doch oft die besten. Die Formel für <a title="...im Comedy Guide" href="http://www.comedy.co.uk/guide/tv/plebs/" target="_blank"><strong>&#8220;Plebs&#8221;</strong></a> (ITV2, 2013) lautet: &#8220;Inbetweeners&#8221; plus Zeitsprung ins alte Rom gleich luftig-leichte Sitcom mit hohem Unterhaltungswert &#8212; auch für über Dreißigjährige (= mich).</p>
<p>Marcus und Stylax sowie Marcus&#8217; fauler Sklave Grumio bilden dabei das spätjugendliche Comedy-Ensemble, bestehend aus <em>the awkward one</em> (Marcus), <em>the horny one</em> (Stylax) und <em>the dim one</em> (Grumio), die all die Plots durchdeklinieren, wie sie beispielsweise auch &#8220;Friday Night Dinner&#8221; und &#8220;Fresh Meat&#8221; anspielen: die ewigen Probleme mit den Mädchen, dem ersten festen Job samt äußerst reduziertem sozialen Ansehen, das dieser mit sich bringt, Geldnot, nervtötende Vermieter usw.</p>
<p>Die Wendung aber, diese modernen Themen und Motive ins antike Rom zu verlegen (&#8220;Ich bin praktisch geborener Römer, ich bin seit sechs Wochen hier!&#8221;), bietet so viele komische Möglichkeiten, dass &#8220;Plebs&#8221; zu einem unerwartet durchgängigen Vergnügen wird. Sei es, dass Marcus und Stylax Jobs als <i>copier</i> und <em>shredder</em> haben, so dass der eine den ganzen Tag im Schweiße seines Angesichts Schriftrollen abschreibt, die der andere dann oft genug (und vollkommen mühelos) zerreißen und wegwerfen darf, während ein dritter Angestellter nichts anderes zu tun hat, als als lebender Wasserspender mit einem Tonkrug herumzustehen und seine Chefin zu korrigieren, die ihn als <em>water boy</em> anspricht: &#8220;Water man! Water man!&#8221; Sei es, dass die Jungs Flyer in die Finger bekommen, die zu typisch römischen Orgien einladen. Oder sei es, dass sie bei diesen Orgien dann schon am Türsteher zu scheitern drohen und sich die Frage stellen müssen, ob sie den Sklaven nicht einfach draußen lassen können:<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/xlm1VAN4XXQ" height="332" width="590" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Wie albern Sam Leifer und Tom Basden (der als Wasserträger selbst mitspielt) ihre erste Sitcom angelegt haben, wird unmittelbar deutlich, wenn konsequent Raggae als Soundtrack für die Serie etabliert wird, und von da an lacht man eigentlich mehr oder weniger durch: Über das <em>bickering</em> zwischen Marcus, Stylax und Grumio (&#8220;I&#8217;ve always been into gladiating.&#8221; &#8212; &#8220;It&#8217;s not called gladiating.&#8221; &#8212; &#8220;I meant gladiatoring&#8221;), über die Hauptdarsteller Tom &#8220;Marcus&#8221; Rosenthal (der im Grunde seine Rolle aus <a title="hier im Blog" href="http://www.britcoms.de/2011/02/26/dinner-fur-spinner/">&#8220;Friday Night Dinner&#8221;</a> weiterspielen darf), Joel &#8220;Stylax&#8221; Fry (&#8220;White Van Man&#8221;, &#8220;Trollied&#8221;, <a title="hier im Blog" href="http://www.britcoms.de/2011/03/22/satire-im-schongang/">&#8220;Twenty Twelve&#8221;</a>) und Ryan &#8220;Grumio&#8221; Sampson, und über die immer wieder gern gesehenen Altstars in Nebenrollen (<a title="hier im Blog" href="http://www.britcoms.de/2009/11/29/die-top-10-britcoms-der-00er-jahre-platz-2/">&#8220;Green Wings&#8221;</a> Karl Theobald als Vermieter, &#8220;Smack the Ponys&#8221; Doon Mackichan als Chefin).</p>
<p>Nun gut, was die Zielgruppe angeht, muss ich vielleicht doch etwas einschränken: je jünger und je männlicher man ist, desto mehr dürfte <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Plebs_(TV_series)" target="_blank">&#8220;Plebs&#8221;</a> an einen gehen. Aber was will man machen, wenn auf antiken Vasen nun einmal die explizitesten Pornobildchen zu sehen sind?!<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/RCSIZhEAivY" height="332" width="590" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Genau so sollen Britcoms: jung, schnell und dreckig. Schön, dass ITV2 schon eine zweite Staffel bestellt hat. Noch schöner, dass die erste <a title="...bei amazon.uk" href="http://www.amazon.co.uk/Plebs-DVD-Joel-Fry/dp/B00BU8USGC/" target="_blank">heute auf DVD erschienen ist</a>.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/XCc5E25LdW4" height="332" width="590" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
 <p><a href="http://www.britcoms.de/?flattrss_redirect&amp;id=4971&amp;md5=771fde6857357a52948abb61cc121c47" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.britcoms.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ooh, Betty, the cat&#8217;s done a whoopsie in my beret!</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Apr 2013 16:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Nagel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sitcom]]></category>
		<category><![CDATA[Gene Kelly]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Crawford]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Lester]]></category>
		<category><![CDATA[Some Mothers Do 'Ave 'Em]]></category>
		<category><![CDATA[The Office]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter den zahllosen Popkulturreferenzen in &#8220;The Office&#8221; findet sich, ganz am Ende des zweiten Weihnachts-Specials, in der letzten Einstellung der letzten Szene, eine der üblich lahmen Parodien und Comedy-Anspielungen David Brents: &#8220;The cat did a whoopsie in my beret&#8221;, und, unnötigerweise: &#8220;That was Frank Spencer.&#8221; Unnötig, denn jeder Brite der Generation Brents/Gervais&#8217; weiß, wer Frank [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Unter den zahllosen Popkulturreferenzen in &#8220;The Office&#8221; findet sich, ganz am Ende des zweiten Weihnachts-Specials, in der letzten Einstellung der letzten Szene, eine der üblich lahmen Parodien und Comedy-Anspielungen David Brents: &#8220;The cat did a whoopsie in my beret&#8221;, und, unnötigerweise: &#8220;That was Frank Spencer.&#8221;</p>
<p>Unnötig, denn jeder Brite der Generation Brents/Gervais&#8217; weiß, wer Frank Spencer war, und für Brents Kollegen (die trotzdem zum ersten Mal über seine Scherzchen lachen) lahm, denn die Figur des Frank Spencer war vermutlich die am häufigsten imitierte Comedy-Figur der Siebziger: auf Schulhöfen und in Büros, am Mittagstisch und auf Showbühnen von Parodisten. Jeder Komiker dürfte Frank Spencer damals im Repertoir gehabt haben, denn seine Show war ein Meilenstein der britischen Comedy &#8212; und das, obwohl sie in fünf Jahren auf nur 22 Folgen gekommen ist: <strong><a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Some_Mothers_Do_%27Ave_%27Em" target="_blank">&#8220;Some Mothers Do &#8216;Ave &#8216;Em&#8221;</a> </strong>(BBC1, 1973 &#8211; &#8217;78).</p>
<p>Genau diese Unverwechselbarkeit, die es so leicht macht, ihn zu imitieren, dürfte der Schlüssel zum Erfolg Michael Crawfords gewesen sein, der bis heute mit dieser Rolle identifiziert wird: das linkische Weichei mit der weinerlichen Stimme, das Unfälle und Missgeschicke magisch anzuziehen schien &#8212; und im scharfen Kontrast dazu die nicht selten gefährlichen Stunts in der Manier Buster Keatons, die Michael Crawford stets selbst spielte.</p>
<p>Hier ist ein Beispiel für diese Stunts, die heute jedem Health-and-Safety-Beauftragten die Haare zu Berge stehen lassen dürften (und damit meine ich nicht die erste Dreiviertelminute, die in ihrer Harmlosigkeit nur das Kontrastmittel zu dem gibt, was auf sie folgt):<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/lFLpwRMS00g" height="443" width="590" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Es war genau dieser Körpereinsatz und sein bübischer Charme, der Crawford schon als Kind schnell zum Star gemacht hat und dafür sorgte, dass er bereits in etlichen frühen Fernseh-Soaps zum Einsatz gekommen war, ehe er mit 19 an der Seite seines Idols Steve McQueen in &#8220;The War Lover&#8221; (&#8220;Wir alle sind verdammt&#8221;, 1962) spielen durfte.</p>
<p>Sein großer Durchbruch aber kam in der Zusammenarbeit mit dem US-Regisseur <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Richard_Lester" target="_blank">Richard Lester</a>, der 1964 den Beatles-Film &#8220;A Hard Days Night&#8221; gedreht hatte. Schon ein Jahr später stand Crawford an der Seite von Charlotte Rampling und Jane Birkin vor Lesters Kamera (<a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Knack_...and_How_to_Get_It" target="_blank">&#8220;The Knack &#8230;And How To Get It&#8221;</a>, 1965), im Jahr darauf mit seinem Helden Buster Keaton (<a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/A_Funny_Thing_Happened_on_the_Way_to_the_Forum_(film)" target="_blank">&#8220;A Funny Thing Happened on The Way To The Forum&#8221;</a>), und zwei Jahre darauf neben John Lennon in der Antikriegssatire <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/How_I_Won_the_War" target="_blank">&#8220;How I Won The War&#8221;</a> (1967). Bei letzterem wohnte Crawford schließlich sogar für die Dauer der Dreharbeiten. Da ist er 25.</p>
<p>So geht das weiter mit Crawfords Karriere: In den USA entdeckt ihn Gene Kelly für den Broadway (&#8220;Listen, we&#8217;re looking for an attractive idiot. My wife thinks you&#8217;re attractive, and I think you&#8217;re an idiot&#8221;), spielt neben Barbara Streisand und Walter Matthau in <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hello,_Dolly!_(film)" target="_blank">&#8220;Hello, Dolly!&#8221;</a> (1969), der so ein großer Flop ist, dass er Crawfords Karriere vorübergehend ruiniert, und kommt erst zwei Jahre im Londoner Westend wieder auf die Beine mit einer Rolle in <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/No_Sex_Please,_We%27re_British" target="_blank">&#8220;No Sex Please &#8212; We&#8217;re British&#8221;</a> (1971).</p>
<p>Dort entdeckt ihn ein Produzent der BBC, und nachdem Ronnie Barker die Rolle abgelehnt hat, wird Crawford zu Frank Spencer &#8212; und zu einem der berühmtesten Gesichter der BBC.<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/Nn038Dx_QqA" height="443" width="590" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Nach seiner erfolgreichen Zeit beim Film, seiner noch erfolgreicheren Zeit beim Fernsehen und einigen Flops im Anschluss an <a title="im British Comedy Guide" href="http://www.comedy.co.uk/guide/tv/some_mothers_do_ave_em/" target="_blank">&#8220;Some Mothers&#8221;</a>, das ihn als Schauspieler allzu sehr festgelegt hat, folgt seine dritte erfolgreiche Phase: beim Musical. Andrew Lloyd-Webber macht ihn zum &#8220;Phantom der Oper&#8221;, was 1986 ein mittlerer Schock für das Musicalpublikum ist &#8212; dieser Hanswurst in einer (nun ja) seriösen Rolle? Doch Crawford spielt sich in kürzester Zeit in die Herzen seiner Zuschauer und landet schließlich wieder in den USA: in Las Vegas, wo er bis 1996 der Star einer auf ihn zugeschnittenen Show ist: <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/EFX_(show)" target="_blank">&#8220;EFX&#8221;</a>, eine enorm aufwendige Nummernrevue aus spektakulären Stunt- und anderen Effekten. Crawford spielt, bis er seine Hüfte endgültig ruiniert hat.</p>
<p>Die Popularität, die ihm Frank Spencer eingebracht hat, erreicht Michael Crawford nie wieder, aber als dieser wird er unvergesslich bleiben. Und wer sich als zu spät (und/oder im falschen Land) Geborener darauf einlässt, dass Sitcoms der 70er Jahre bei allen Stunts trotzdem enorm altmodisch wirken und eher langsam erzählt sind, der könnte in <a title="bei amazon.uk" href="http://www.amazon.co.uk/Some-Mothers-Series-Christmas-Specials/dp/B004EPYSBO/" target="_blank">&#8220;Some Mothers Do &#8216;Ave &#8216;Em&#8221;</a> eine Slapstick-Sitcom entdecken, die es mit der Farce von &#8220;Nonstop Nonsens&#8221; aufnehmen kann, aber dabei eine Hauptfigur hat, die äußerst liebenswert ist.</p>
<p><em>Bonus-Tipp: Wer erstmal reinschmecken möchte, ist mit den <a title="die Specials bei amazon.uk" href="http://www.amazon.co.uk/Some-Mothers-Do-Ave-Christmas/dp/B0040EJ9DG/" target="_blank">Weihnachts-Specials</a> gut beraten, die zumindest mir in noch besserer Erinnerung sind als die Serien.</em></p>
 <p><a href="http://www.britcoms.de/?flattrss_redirect&amp;id=4956&amp;md5=9c74dfedef985c39528be722629ea4e9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.britcoms.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>She died too late</title>
		<link>http://www.britcoms.de/2013/04/25/she-died-too-late/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 22:12:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Nagel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comedy News Show]]></category>
		<category><![CDATA[10 O'Clock Live]]></category>
		<category><![CDATA[David Mitchell]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, doch, ich glaube, es gibt andere Konventionen im öffentlichen Umgang mit Verstorbenen im United Kingdom. Oder wäre eine Einlassung wie diese von David Mitchell in &#8220;10 O&#8217;Clock Live&#8221; zum Tode von Margaret Thatcher in Deutschland wirklich denkbar? I think that in a horrible way she died too late for people to really enjoy it [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, doch, ich glaube, es gibt andere Konventionen im öffentlichen Umgang mit Verstorbenen im United Kingdom. Oder wäre eine Einlassung wie diese von David Mitchell in &#8220;10 O&#8217;Clock Live&#8221; zum Tode von Margaret Thatcher in Deutschland wirklich denkbar?</p>
<blockquote><p>I think that in a horrible way she died too late for people to really enjoy it &#8230; If she died in the mid 90s, it would&#8217;ve been a real uplift for the whole nation.</p></blockquote>
 <p><a href="http://www.britcoms.de/?flattrss_redirect&amp;id=4958&amp;md5=03a8687d69c1f9a302d22060aea223db" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.britcoms.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Colossal Velocity</title>
		<link>http://www.britcoms.de/2013/04/20/colossal-velocity/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 12:36:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Nagel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Partridge: Welcome to the Places of My Life]]></category>
		<category><![CDATA[Alpha Papa]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Coogan]]></category>

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		<description><![CDATA[Der erste Teaser-Trailer für Steve Coogans Alan-Partridge-Kinofilm ist da! Und nein, der Film wird nicht &#8220;Colossal Velocity&#8221; heißen, obwohl mir dieser Titel auch gut gefallen hätte, sondern &#8220;Alpha Papa&#8221;. Nach den tollen letzten Specials &#8220;Alan Partridge: Welcome to the Places of My Life&#8221; und &#8220;Alan Partridge on Open Books with Martin Bryce&#8221; (seit kurzem auf DVD erhältlich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Teaser-Trailer für Steve Coogans Alan-Partridge-Kinofilm ist da! Und nein, der Film wird nicht &#8220;Colossal Velocity&#8221; heißen, obwohl mir dieser Titel auch gut gefallen hätte, sondern<strong> &#8220;Alpha Papa&#8221;</strong>. Nach den tollen letzten Specials <a title="ich hier im Blog dazu" href="http://www.britcoms.de/2012/06/28/flying-aids/">&#8220;Alan Partridge: Welcome to the Places of My Life&#8221;</a> und &#8220;Alan Partridge on Open Books with Martin Bryce&#8221; (seit kurzem <a title="bei Amazon.uk" href="http://www.amazon.co.uk/Alan-Partridge-Partrimilgrimage-The-Specials/dp/B00AHHVQWC/ref=wl_it_dp_o_pC_nS_nC?ie=UTF8&amp;colid=37PQRES3EGV5L&amp;coliid=I3K1DN4YQ8ACL0" target="_blank">auf DVD erhältlich</a> und ein <em>Must Have</em> für jeden Britcoms-Fan) hätte ich selbst dann große Erwartungen an den Film, wenn sie ihn &#8220;Alan Partridge in Hectic Danger Day&#8221; genannt hätten.</p>
<p><object id="flashObj" width="590" height="348" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" bgcolor="#FFFFFF"><param name="flashVars" value="videoId=2228319217001&amp;playerID=871166280001&amp;playerKey=AQ~~,AAAAACkAQxo~,JbFjHxgqCuak3gK2T7u3p0eDyamGmIu2&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" /><param name="base" value="http://admin.brightcove.com" /><param name="seamlesstabbing" value="false" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="swLiveConnect" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&amp;isUI=1" /><param name="flashvars" value="videoId=2228319217001&amp;playerID=871166280001&amp;playerKey=AQ~~,AAAAACkAQxo~,JbFjHxgqCuak3gK2T7u3p0eDyamGmIu2&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="swliveconnect" value="true" /><param name="pluginspage" value="http://www.macromedia.com/shockwave/download/index.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash" /><embed id="flashObj" width="590" height="348" type="application/x-shockwave-flash" src="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&amp;isUI=1" flashVars="videoId=2228319217001&amp;playerID=871166280001&amp;playerKey=AQ~~,AAAAACkAQxo~,JbFjHxgqCuak3gK2T7u3p0eDyamGmIu2&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" base="http://admin.brightcove.com" seamlesstabbing="false" allowFullScreen="true" swLiveConnect="true" allowScriptAccess="always" flashvars="videoId=2228319217001&amp;playerID=871166280001&amp;playerKey=AQ~~,AAAAACkAQxo~,JbFjHxgqCuak3gK2T7u3p0eDyamGmIu2&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" swliveconnect="true" pluginspage="http://www.macromedia.com/shockwave/download/index.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash" bgcolor="#FFFFFF" /></object></p>
<p>Die Dreharbeiten sind abgeschlossen, gerade schneiden sie (laut Coogan) alle unlustigen Szenen raus und lassen nur die lustigen drin, und im August kommt &#8220;Alpha Papa&#8221; dann ins Kino. Gehen soll es um eine Geiselnahme, in deren Mittelpunkt Alan stehen wird, ein paar Stills gibt es bei <a title="zu Digital Spy" href="http://www.digitalspy.co.uk/movies/news/a474738/steve-coogan-teases-alan-partridge-alpha-papa-movie-storyline.html" target="_blank">Digital Spy</a>.</p>
 <p><a href="http://www.britcoms.de/?flattrss_redirect&amp;id=4945&amp;md5=87e70ee876fcb5d8dbcd70f3ec015121" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.britcoms.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>It&#8217;s just offence, isn&#8217;t it, it&#8217;s all right</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 13:22:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Nagel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[Ann Widdecombe]]></category>
		<category><![CDATA[Are You Having a Laugh? Comedy And Christianity]]></category>

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		<description><![CDATA[Ann Widdecombe, ehemalige britische Staatsministerin für Gefängnisse im Innenministerium und politisches Kind Margaret Thatchers, hat pünktlich zu Ostern eine Dokumentation (oder besser &#8220;Dokumentation&#8220;) für die BBC gemacht: &#8220;Are You Having a Laugh? Comedy And Christianity&#8221; (noch ein paar Tage im iPlayer), und weil ich dachte, da könnte man prima was daraus ableiten für ähnlich gelagerte Diskussionen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ann_Widdecombe" target="_blank">Ann Widdecombe</a>, ehemalige britische Staatsministerin für Gefängnisse im Innenministerium und politisches Kind Margaret Thatchers, hat pünktlich zu Ostern eine Dokumentation (oder besser <a title="Der Independent ist nicht so begeistert" href="http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/tv/reviews/tv-review-are-you-having-a-laugh-comedy-and-christianity-bbc1-8552295.html" target="_blank">&#8220;Dokumentation</a>&#8220;) für die BBC gemacht: <strong><a title="zur BBC" href="http://www.bbc.co.uk/programmes/b01rm9d2" target="_blank">&#8220;Are You Having a Laugh? Comedy And Christianity&#8221;</a></strong> (noch ein paar Tage im iPlayer), und weil ich dachte, da könnte man prima was daraus ableiten für ähnlich gelagerte Diskussionen hierzulande, habe ich sie mir angesehen &#8211;</p>
<p>aber man kann natürlich nichts ableiten, was mir schon nach dem gefühlt zweiten Satz klar war, als Widdecombe sagt:</p>
<blockquote><p>Jokes about christianity are everywhere you look.</p></blockquote>
<p>Und das ist in Deutschland schon mal überhaupt nicht der Fall.</p>
<p>Schade eigentlich! Frohe Ostern!</p>
 <p><a href="http://www.britcoms.de/?flattrss_redirect&amp;id=4936&amp;md5=217f8e7e5bce6f94d9c2abd67e2a2ae1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.britcoms.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Charaktermasken des Martin Hurdle</title>
		<link>http://www.britcoms.de/2013/03/29/die-charaktermasken-des-martin-hurdle/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Mar 2013 11:41:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Nagel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sitcom]]></category>
		<category><![CDATA[Happiness]]></category>
		<category><![CDATA[Jacob Anderson]]></category>
		<category><![CDATA[Jo Hartley]]></category>
		<category><![CDATA[Joanna Lumley]]></category>
		<category><![CDATA[Lead Balloon]]></category>
		<category><![CDATA[Matt Morgan]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Whitehouse]]></category>
		<category><![CDATA[Sensitive Skin]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Mynott]]></category>
		<category><![CDATA[The Mimic]]></category>
		<category><![CDATA[Very Important People]]></category>

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		<description><![CDATA[Kürzlich führte Harald Schmidt in einem Interview mit der F.A.Z. aus, wie sehr es ihn anstrenge, &#8220;authentisch&#8221; zu sein, und ließ durchblicken, dass es ihn so etwas wie gefreut hat, als Elfriede Jelinek ihn als Charaktermaske bezeichnet hat: Charaktermaske, Standardbegriff aus dem Marxismus, kann ich voll unterschreiben, denn ich denke meinen Tag genau wie folgt: [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich führte Harald Schmidt in einem <a title="zum Interview" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/harald-schmidt-im-gespraech-ich-bin-eine-charaktermaske-12124274.html" target="_blank">Interview mit der <em>F.A.Z.</em></a> aus, wie sehr es ihn anstrenge, &#8220;authentisch&#8221; zu sein, und ließ durchblicken, dass es ihn so etwas wie gefreut hat, als Elfriede Jelinek ihn als Charaktermaske bezeichnet hat:</p>
<blockquote><p>Charaktermaske, Standardbegriff aus dem Marxismus, kann ich voll unterschreiben, denn ich denke meinen Tag genau wie folgt: So, nun bin ich in Köln im Excelsior-Hotel für ein Interview, dann geh ich raus, dann bin ich der Parkplatz-Gänger, der sein Ticket löst, und eventuell der joviale Köln-Bewohner: „Hey Schmidtchen, Du hier!“ Und dann bin ich wieder der Bahnreisende oder der Kinder-vom-Kindergarten-Abholer. Wenn Sie das jemandem erzählen, der vom Authentizitätswahn befallen ist, der sagt dann natürlich: Um Gottes Willen, wann bist Du denn einmal Du selbst? Ich finde es aber gerade anstrengend, dass so viele Leute permanent sie selbst sind oder besser: das, was sie glauben zu sein.</p></blockquote>
<p>Dass Menschen sich auflösen hinter den unterschiedlichen Rollen, die sie im Alltag spielen, dass ihr Ich verschwindet hinter den Masken, die das Freund sein, Kunde sein, Angestellter, Mitreisender oder Vater sein mit sich bringt, hat zunächst einmal etwas eher Melancholisches.</p>
<p>Wenn sie aber hinter den Rollen von Prominenten, Filmfiguren und Popreferenzen verschwinden, kann das ohne weiteres ins Komische kippen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/mkJTzokSOhs" height="332" width="590" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Eine Melancomedy, eine Sadcom im besten Sinne, die genau diese Schwermut und diese Komik in sich vereint, ist <a title="Im Comedy Guide" href="http://www.comedy.co.uk/guide/tv/the_mimic/" target="_blank"><strong>&#8220;The Mimic&#8221;</strong></a> (Channel 4, seit 13. März). Hier ist es Martin Hurdle (Terry Mynott, sehr gut schon in <a title="ein Mini-Mini-Minikritik hier im Blog" href="http://www.britcoms.de/2012/05/31/im-stuck-in-some-sort-of-celebrity-limbo/">&#8220;Very Important People&#8221;</a>), der aus seinem Alltag als kompletter Versager am liebsten durch seine perfekten Imitationen, seine parodistischen Miniaturen großer Stars verschwindet. Eigentlich ist er eine traurige Gestalt, hängt mit fast vierzig immer noch in einem Aushilfsjob fest, wo ihn selbst neue Kolleginnen im Teenageralter innerhalb weniger Wochen überholen. Aber sobald er im Stau auf dem Weg zur Arbeit Terry Wogan parodiert, das provinzielle Leben mit der Stimme David Attenboroughs zur großen Naturdokumentation überhöht oder auch nur Bikinimodells mit der Stimme von Christopher Walken anruft, um sie dazu zu überreden, ihm Nacktfotos zu schicken, entkommt er seiner Tristesse. Wenn auch nur sekundenweise.</p>
<p>Zum Glück passiert dann doch recht schnell etwas, bevor wir als Zuschauer bemerken, dass eine Hauptfigur ohne Charaktermerkmale schnell in einem Vakuum verschwinden könnte: Martin erfährt, dass er Vater ist &#8212; und zwar schon seit 18 Jahren. Sein Sohn Steven (Jacob Anderson) ist also halb so alt wie er, dafür aber ungefähr dreimal so erfolgreich. Und weil Martins beste Freundin, seine Vermieterin Jean (Jo Hartley) plötzlich einen Lover und deshalb keine Zeit mehr für ihn hat, während Steven und Martin sich in einer Vater-Sohn-Beziehung mit umgekehrten Vorzeichen näher kommen, gerät doch noch etwas Dynamik in Martins Leben.</p>
<p><strong>&#8220;The Mimic&#8221;</strong> ist eine kleine, sehr ruhige Sitcom, die es hinter dem großen parodistischen Talent Mynotts und brillanten Buchideen gut zu verstecken weiß, dass sie ein großes Thema hat: Wenn Martin erzählt, dass er jedesmal zum Iren wird, wenn er in einen Irish Pub geht (und zwar zu einem Iren namens Michael), und es sehr genießt, dort quasi eine Auszeit vom Martin-Sein zu haben, dann ist das (wenn wir es ausgespielt sehen) ziemlich komisch. Und doch geht es um nicht weniger als Entfremdung.</p>
<p>Wenn also &#8220;Mimic&#8221;-Creator und Autor Matt Morgan nicht mit dem Arsch (den letzten zwei Folgen) noch einreißt, was er mit den Händen aufgebaut hat, dann wird &#8220;The Mimic&#8221; auf einer Stufe stehen mit <a title="ich hier im Blog darüber" href="http://www.britcoms.de/2010/09/20/zu-unrecht-vergessene-sitcoms-1-happiness/">&#8220;Happiness&#8221;</a> (BBC2, 2001 &#8211; 03), in der Paul Whitehouse mit vergleichbarer Traurigkeit seine Identitätskrise als Mensch hinter einer bekannten Fernseh-Knetpuppe bearbeitet: eine äußerst liebenswerte Serie, zu hintergründig für den großen Erfolg im Mainstream, aber ein Highlight für alle, die Charaktere wie Rick Spleen in &#8220;Lead Balloon&#8221; (BBC4/2, 2006 &#8211; 11) mögen und Joanna Lumleys Davina in <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sensitive_Skin_(TV_series)" target="_blank">&#8220;Sensitive Skin&#8221;</a> (BBC2, 2005 &#8211; 07).</p>
 <p><a href="http://www.britcoms.de/?flattrss_redirect&amp;id=4929&amp;md5=c5ef1fe16d5fd4e4c2ba4ef5e55155bb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.britcoms.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die heitere Seite des Afghanistankriegs</title>
		<link>http://www.britcoms.de/2013/03/26/die-heitere-seite-des-afghanistankriegs/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Mar 2013 10:52:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Nagel</dc:creator>
				<category><![CDATA[ComedyDrama]]></category>
		<category><![CDATA[Sitcom]]></category>
		<category><![CDATA[Bluestone 42]]></category>
		<category><![CDATA[James Cary]]></category>
		<category><![CDATA[Miranda]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Chris]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Hurst]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Wight]]></category>
		<category><![CDATA[Tony Gardner]]></category>
		<category><![CDATA[Way To Go]]></category>

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		<description><![CDATA[Offenbar hat die BBC eine neue Lust an provokativen Comedy-Settings entwickelt: Vor Monatsfrist war &#8220;Way To Go&#8221; zu sehen, eine Serie, in der ein paar junge Männer auf unkonventionelle Weise bezahlte Sterbehilfe an alten und kranken Mitbürgern leisten, nun läuft seit drei Wochen &#8220;Bluestone 42&#8243;, in der ein paar junge Männer bezahlte Sterbehilfe an bewaffneten Afghanen leisten. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Offenbar hat die BBC eine neue Lust an provokativen Comedy-Settings entwickelt: Vor Monatsfrist war <a title="siehe meinen Blogeintrag dazu" href="http://www.britcoms.de/2013/01/26/buy-four-deaths-get-a-fifth-one-free/">&#8220;Way To Go&#8221;</a> zu sehen, eine Serie, in der ein paar junge Männer auf unkonventionelle Weise bezahlte Sterbehilfe an alten und kranken Mitbürgern leisten, nun läuft seit drei Wochen <a title="im Comedy Guide" href="http://www.comedy.co.uk/guide/tv/bluestone_42/" target="_blank"><strong>&#8220;Bluestone 42&#8243;</strong></a>, in der ein paar junge Männer bezahlte Sterbehilfe an bewaffneten Afghanen leisten. In Afghanistan. Im Rahmen des britischen Auslandseinsatzes bei der <a title="Genaueres siehe Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Britische_Beteiligung_am_Krieg_in_Afghanistan" target="_blank">Operation Herrick</a>.</p>
<p>Bzw., um etwas weniger polemisch zu sein: Es geht bei &#8220;Bluestone 42&#8243; (gesprochen &#8220;four-two&#8221;) um die gleichnamige Militäreinheit rund um Captain Nick Medhurst, die vorwiegend mit dem Entschärfen von Bomben und Minen auf afghanischen Feldwegen beschäftigt ist. Was, zumal im Rahmen einer Sitcom, gewiss ehrenhafter ist, als in die Landsitze irgendwelcher Warlords einzudringen und dort alles wegzuballern, was sich bewegt. Genau das tun die Jungs von &#8220;Bluestone 42&#8243; allerdings ebenfalls. Was immer noch kein grundlegendes Problem wäre, wenn wir beispielsweise eine Satire von Charlie Brooker und/oder Chris Morris vor uns hätten, die so wie <a title="siehe meine Kritik von damals" href="http://www.britcoms.de/2010/09/24/depperte-dschihadis/">&#8220;Four Lions&#8221;</a> (2010) funktioniert. &#8220;Bluestone 42&#8243; aber will gar nicht böse, schwarz und entlarvend sein &#8212; im Gegenteil. Und genau hier beginnen meine Probleme mit der Serie.</p>
<p>Vorderhand ist &#8220;Bluestone 42&#8243; nämlich betont harmlos. Es gibt den gutaussehenden Lead Nick (Oliver Chris, &#8220;The Office&#8221;), zwei Kompanietrottel aus Schottland, einen farbigen und so begriffsstutzigen wie eifrigen Adjutanten für Nick, einen Möchtegern-Offiziersanwärter mit Aggressionsproblemen (Stephen Wight, <a title="ich hier im Blog darüber" href="http://www.britcoms.de/2010/10/26/empfehlung-des-hauses/">&#8220;Whites&#8221;</a>), einen gutwilligen, aber merkwürdigen Chef (Tony Gardner, &#8220;Lead Balloon&#8221;), eine toughe Frau im Team und eine attraktive, aber für Nick unerreichbare außerhalb des Teams; sprich: einen wohlüberlegt zusammengesetzten, fein austarierten Cast für eine klassische Sitcom.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/fQZTIDOOz48" height="332" width="590" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Ebenso wohlüberlegt sind die Autoren James Cary (Betreiber des Blogs <a title="Sitcomgeek" href="http://sitcomgeek.blogspot.de/" target="_blank">&#8220;Sitcom Geek&#8221;</a>) und Richard Hurst an die Details von &#8220;Bluestone 42&#8243; gegangen: sie haben sich ausführlich beraten lassen, um nur ja der Situation echter Soldaten in Afghanistan gerecht zu werden, realistisch zu bleiben und ein glaubwürdiges Bild vom Einsatz zeichnen zu können. Alles in der Serie schreit &#8220;angemessen&#8221;, wo nicht sogar &#8220;ausgewogen&#8221;. Alle sind <em>nett</em> zueinander. Streckenweise hat man das Gefühl, man schaut nur zu, um Teil dieser sympathischen Truppe sein zu können und mit dabei zu sein, wenn die Jungs sich beim allgegenwärtigen <em>banter</em> gegenseitig necken.</p>
<p>Was sie auf durchaus hohem Niveau tun: Cary und Hurst sind altgediente Sitcom-Recken, &#8220;Vollprofis&#8221;, wie wir Vollprofis sagen. Auf ihr Konto geht, und nun wird es interessant, unter anderem <a title="eine sehr kurze, aber vernichtende Kritik zur Serie" href="http://www.britcoms.de/2009/11/10/im-a-size-ten-ty-yeah-tenty/">&#8220;Miranda&#8221;</a> (BBC2/1 seit 2009), also jene Sitcom um eine erwachsene Frau, die mit dem Gemüt einer Elfjährigen und dem Körper eines übergewichtigen Clowns gesegnet ist, ständig über ihre eigenen Füße fällt und permanent &#8220;Behave!&#8221; ruft, wenn jemand etwas auch nur halbwegs anzügliches sagt. Diese Serie ist absoluter Mainstream und unglaublich erfolgreich in Großbritannien; wenn auch meiner Vermutung nach nicht bei einem jungen Publikum, das sonst nur tiefschwarze Fäkalhumorserien guckt. &#8220;Miranda&#8221; ist <em>nett</em>, und genauso nett ist &#8220;Bluestone 42&#8243; auch, wenn auch mit einem vollkommen anderen Charakter als &#8220;Miranda&#8221;, versteht sich.</p>
<p>&#8220;Bluestone 42&#8243; ist, mit anderen Worten, an der Oberfläche keineswegs schlecht, sondern durchaus guckbar, und die Kritiken in England loben es (überwiegend) sehr: das Ensemble ist hochkarätig besetzt und wunderbar synchron, die Dialoge sind pfiffig, die Dramaturgie läuft wie ein Uhrwerk &#8212; aber in mir bleiben Zweifel, ob man einen bewaffneten Konflikt &#8212; ach, sagen wir doch: Krieg, einen Krieg wie den in Afghanistan mit den Mitteln einer Mainstream-Sitcom (die &#8220;Bluestone 42&#8243; sein möchte, obwohl sie ein BBC3-Comedydrama ist) anpacken kann. In der es dann eine Pointe ist, dass ein Haus, aus dem ein afghanischer Scharfschütze auf die Briten schießt, einfach mit einer Panzerfaust in die Luft gesprengt wird.</p>
<p><object width="570" height="523" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="playlist=http%3A%2F%2Fwww%2Ebbc%2Eco%2Euk%2Fiplayer%2Fplaylist%2Fp0168ng8&amp;config=http%3A%2F%2Fwww%2Ebbc%2Eco%2Euk%2Femp%2Fiplayer%2Fconfig%2Exml&amp;config_settings_skin=silver&amp;config_settings_suppressRelatedLinks=true&amp;config_plugin_autoResumePlugin_recentlyPlayed=false&amp;config_settings_showPopoutButton=false&amp;config_settings_showPopoutCta=false&amp;config_settings_bitrateFloor=400&amp;config_settings_showUpdatedInFooter=true&amp;config_settings_showFooter=true&amp;" /><param name="src" value="http://www.bbc.co.uk/emp/external/player.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="flashvars" value="playlist=http%3A%2F%2Fwww%2Ebbc%2Eco%2Euk%2Fiplayer%2Fplaylist%2Fp0168ng8&amp;config=http%3A%2F%2Fwww%2Ebbc%2Eco%2Euk%2Femp%2Fiplayer%2Fconfig%2Exml&amp;config_settings_skin=silver&amp;config_settings_suppressRelatedLinks=true&amp;config_plugin_autoResumePlugin_recentlyPlayed=false&amp;config_settings_showPopoutButton=false&amp;config_settings_showPopoutCta=false&amp;config_settings_bitrateFloor=400&amp;config_settings_showUpdatedInFooter=true&amp;config_settings_showFooter=true&amp;" /><embed width="570" height="523" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.bbc.co.uk/emp/external/player.swf" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" FlashVars="playlist=http%3A%2F%2Fwww%2Ebbc%2Eco%2Euk%2Fiplayer%2Fplaylist%2Fp0168ng8&amp;config=http%3A%2F%2Fwww%2Ebbc%2Eco%2Euk%2Femp%2Fiplayer%2Fconfig%2Exml&amp;config_settings_skin=silver&amp;config_settings_suppressRelatedLinks=true&amp;config_plugin_autoResumePlugin_recentlyPlayed=false&amp;config_settings_showPopoutButton=false&amp;config_settings_showPopoutCta=false&amp;config_settings_bitrateFloor=400&amp;config_settings_showUpdatedInFooter=true&amp;config_settings_showFooter=true&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" flashvars="playlist=http%3A%2F%2Fwww%2Ebbc%2Eco%2Euk%2Fiplayer%2Fplaylist%2Fp0168ng8&amp;config=http%3A%2F%2Fwww%2Ebbc%2Eco%2Euk%2Femp%2Fiplayer%2Fconfig%2Exml&amp;config_settings_skin=silver&amp;config_settings_suppressRelatedLinks=true&amp;config_plugin_autoResumePlugin_recentlyPlayed=false&amp;config_settings_showPopoutButton=false&amp;config_settings_showPopoutCta=false&amp;config_settings_bitrateFloor=400&amp;config_settings_showUpdatedInFooter=true&amp;config_settings_showFooter=true&amp;" /></object></p>
<p><em>*** Achtung, es folgt ein kleinerer Spoiler! ***</em></p>
<p>In der ersten Folge schon greifen die Autoren (Profis, wie gesagt) genau dieses Dilemma auf und führen ein amerikanisches Großmaul von der CIA ein, das mit Anekdoten vom zweiten Golfkrieg prahlt. Für diesen Supertrottel ist Falludscha sein &#8220;Nam&#8221;, und als der Depp prompt erschossen wird (eine gar nicht schlechte Wendung, direkt am Anfang der ersten Episode), wird &#8220;Falludscha&#8221; prompt zu einer eigenen Pointe, einer kleineren Catchphrase; und das darf man dann schon mal ein bisschen problematisch finden. Selbstverständlich bremst Captain Medhurst seine Mannschaft sofort mit einem &#8220;Too soon!&#8221;, wenn der Tod des CIA-Heinis allzu schnell Gegenstand von Unernst wird, aber auch dieses &#8220;Too soon!&#8221; ist klarerweise eine eigene Punchline, die auch als solche eingesetzt wird und die uns Publikum sagen soll: Jaja, wir wissen, wie heikel es ist, einen noch andauernden Krieg zur Grundlage einer Sitom zu machen. Ein Minenfeld, nicht wahr? Harr, harr.</p>
<p><em>*** Ende des Spoilers ***</em></p>
<p>Vielleicht, nein, ziemlich sicher hat die britische Öffentlichkeit ein grundsätzlich anderes Verhältnis zu Auslandseinsätzen ihrer Armee als die deutsche zu Auslandseinsätzen von deutschen Soldaten. (Die deutsche scheint mir im Grunde gar keines zu haben, ich kann mir nichts als leere Gesichter vorstellen, wenn man in Deutschland eine Comedyserie rund um deutsche Soldaten im Ausland vorschlüge.) Vielleicht bestimmt dieses andere Verhältnis auch meine Perspektive auf &#8220;Bluestone 42&#8243;. Vielleicht, und das ist natürlich ein unbefriedigendes Ende für einen Blogeintrag, ist also auch alles ganz anders und &#8220;Bluestone 42&#8243; tatsächlich jetzt schon ein kleiner Klassiker, ein neues &#8220;M*A*S*H&#8221; oder ähnliches. Dann müsste ich meine Meinung natürlich revidieren.</p>
<p>Andererseits halte ich Oliver Chris einfach nicht für Hauptrollenmaterial. Also: ätschibätschi!</p>
 <p><a href="http://www.britcoms.de/?flattrss_redirect&amp;id=4916&amp;md5=f892dc75468a7bf6049961e06e326454" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.britcoms.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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