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Artikel Tagged ‘Four Lions’

Eat your SIM-card! – Can I cook mine?

19. März 2010 6 Kommentare

Ich. Will. Jetzt. Diesen. Film. Sehen.

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„Why didn’t they just call you Jew Jew Jew Jew Jew?“

8. Februar 2010 1 Kommentar

Es gibt Informationen, die für gläubige Muslime zu ernsthaften Identitätskrisen führen können. Zum Beispiel, wenn sie herausfinden, daß sie adoptiert sind — und jüdisch. So wie Mahmud Nasir, Hauptfigur in David Baddiels neuem Film „The Infidel“, der Ende April in die (englischen) Kinos kommt. Hier ist der Trailer.

Islam scheint gerade Konjunktur als Gegenstand von britischen Comedys zu haben — und schon zum zweiten Mal (nach Chris Morris‘ Trailer zu seiner Terroristensatire „Four Lions“) habe ich das Gefühl, daß gegen diese Form der Auseinandersetzung mit der muslimischen Welt kaum etwas einzuwenden ist.

Omid Djalili, der den Mahmud Nasir spielt, kann man aus seiner Stand Up-Serie „The Omid Djalili Show“ kennen, die zur Zeit auf 3Sat läuft, David Baddiel war Teil des „Mary Whitehouse Experience“ (und hat die Fußballhymne „Three Lions“ mitgeschrieben).

„I’d been disguised though, wasn’t I?“ – „Yeah, but as a terrorist!“

30. Januar 2010 2 Kommentare

Warum kriege ich immer Bauchschmerzen, wenn hierzulande über Satire und Islam debattiert wird, noch bevor ich das Wort „Karikatur“ höre? Und warum liegt der Fall völlig anders, wenn ich von einer britischen Komödie erfahre, die vier islamische Selbstmordattentäter in spe zum Gegenstand hat? Die zweite Frage ist leichter zu beantworten: Ich habe den Trailer zu Chris Morris‘ „Four Lions“ gesehen.

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Chris Morris‘ Dschihad-Satire auf dem Sundance Filmfestival?

4. Dezember 2009 2 Kommentare

Lange nichts gehört von Chris Morris: Dieses Jahr ist immerhin als Script Editor in „Stewart Lee’s Comedy Vehicle“ aufgetaucht — ansonsten war in den letzten Jahren kaum etwas von dem Mann zu sehen, dessen Pädophilie-Episode in „Brass Eye“ 2001 für einen der größten britischen Medienskandale aller Zeiten gesorgt hatte. Nun berichtet die BBC, Chris Morris‘ erster Spielfilm „Four Lions“ sei auf der Shortlist für Sundance, wo er möglicherweise für ein bißchen Furore sorgen wird, schließlich ist Morris‘ Satire auf englische Dschihadisten kontrovers genug, daß BBC und Channel 4 sie zu fördern schon mal abgelehnt haben — auch wenn das möglicherweise nicht so sehr viel bedeutet.

Mitgeschrieben an „Four Lions“ haben Sam Bain und Jesse Armstrong, die Autoren hinter „Peep Show“ und Mitarbeiter an „The Thick of It“, und angeblich hat Morris drei Jahre Recherche für diesen Film hinter sich, in denen er mit Terrorismusexperten, der Polizei, Geheimdienstlern, Imamen und hunderten (!) einfachen Moslems gesprochen haben soll. Morris beschreibt den Film als Farce, die den „Dad’s Army“-Aspekt des Dschihads beleuchten soll; „Dad’s Army“ war eine eher gemütliche 60er/70er-Jahre-Sitcom über eine Art Senioren-Armee, die im Zweiten Weltkrieg an der Heimatfront „gekämpft“ hat. Eine Mitarbeiterin von Warp, die Morris‘ Film produziert haben, vergleicht diesen mit „Spinal Tap“ und „Dr. Seltsam“:

As Spinal Tap understood heavy metal and Dr Strangelove the Cold War, Four Lions understands modern British jihadis.

„Spinal Tap“? „Dr Strangelove“? Dschihad-Satire? Das wil ich sehen!