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Hit & Mister Bishop

Sketchshows sind naturgemäß knifflig: Wenn man, wie der Kollege Murmel mal erzählte, für eine Show hunderte und aberhunderte Sketche schreibt, ist es ja naheliegend, daß nicht alle so funktionieren, wie man sich das vorstellt — dafür gibt es auf dem Weg von der Idee bis zum ausgestrahlten Witz einfach zu viele Möglichkeiten des Mißlingens. 40 bis 50 Prozent Treffer sind da schon sehr gut.

So gesehen ist die neue „Kevin Bishop Show“ (Channel 4) mit gefühlten 60 Prozent gelungenen Gags ganz gut gestartet (als Hugh „House“ Laurie ist Bishop allerdings etwas zu zappelig): Mit sehr komischen Scherzen über „Nixon/Frost“-Variationen, „Real Life Film Remakes — Classic Films with much more realistic plots“ (feat. „Real Life Night at the Museum“: „What was that noise?! — Ah, it was the pipes. It’s a fucking boring job“), und einer sehr lustigen Variante von Comedy-Neuauflagen, wie sie die jüngste „Reggie Perrin“-Verfilmung mit Martin Clunes vorgemacht hat: „Horne & Corden in ‚On The Buses'“. Sehr gut getroffen, die „Gavin & Stacey“-Stars, deren eigene Sketchshow „Horne and Corden“ wirklich unterirdisch war. Ganz im Gegensatz zu der Bishops, jedenfalls wenn man die Vorlagen seiner Parodien kennt. So wie bei der recht vergleichbaren deutschen Sketchshow „Switch“ halt auch.

  1. Kollege Murmel
    1. August 2009, 19:59 | #1

    In der zweiten Folge der aktuellen Staffel von That Mitchell & Webb Look geht es in einem Sketch auch um das Problem. Die beiden spielen sich selbst und besprechen, wie sie gute und schlechte Sketche in der Show sortieren. Man kann schließlich nicht nur gute Sketche senden, sonst hätten die Leute nichts mehr an der Show zu kritisieren. Dann geht es so weiter:

    RW: „We’ve done two hit-and-miss series now. Can’t we go for something different?“
    DM: „If we didn’t perversly include about 50% deliberately unamusing material then people would have to think about something else to say.“
    RW: „What? Like that we’re too selfreferential?“

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