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Archiv für Juni, 2010

Meet the Mongrels

21. Juni 2010 12 Kommentare

„Meet The Feebles“ (1989) war Peter Jacksons zweiter Film und eine erfrischend perverse Variante der „Muppet Show“, in der Jim-Henson-artige Tierpuppen dabei begleitet wurden, wie sie eine Bühnenshow auf die Beine stellen — nur daß es da Sado-Maso-Kühe gab, aidskranke Hasen, drogenabhängige Weißnichtmehrwas und eine scheißefressende Klatschreporter-Fliege. Da wurde gemordet, ein Porno resp. Snuff-Film gedreht, vergewaltigt — sehr krank und sehr lustig, eine Parodie auf die Muppets, ein Puppenfilm für Erwachsene.

Mal sehen, ob die „Mongrels“ (ab morgen auf BBC3) auch so lustig werden. Dieser Trailer hinterläßt mich eher mit gemischten Gefühlen:

Trötet Hitler!

18. Juni 2010 3 Kommentare

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Three big moments – that’s IT Crowd

17. Juni 2010 3 Kommentare

Nächsten Freitag beginnt die vierte Staffel „The IT Crowd“ (Channel 4, 2006 -), und schon jetzt gibt Graham Linehan in einem schönen Interview im British Comedy Guide zu Protokoll, wie er die Episoden seiner fantastischen Sitcoms („Father Ted“, „Black Books“) aufbaut: nämlich weniger vermittels ausgeklügelter Plots, sondern um große, lustige Momente herum. Jede Folge brauche „three big moments“, die sich am nächsten Tag alle weitererzählten, dazu etliche Gags, die auf diese Momente hinarbeiten, und Gags, die daran anschließen. Aufgabe des Autors sei es, eine Story so zu stricken, daß diese drei Momente plausibel erscheinen. An diesen großen Gag-Momenten, die immer vorrangig visuelle Gags sind, Slapstick, physical comedy, waren tatsächlich weder „Father Ted“ noch „Black Books“ arm — egal, ob da Bischöfen in den Hintern getreten wird, Haushälterinnen vom Dach fallen, Hamster auf kleinen Fahrrädern fahren oder Gitarren kaputtgeschossen wurden: Immer sind es  komische Bilder, die im Gedächtnis bleiben.

Außerdem berichtet Linehan, in der nächsten Staffel noch mehr Wert auf „nerd storylines“ gelegt zu haben, ungeachtet der Tatsache, daß vielleicht ein großer Teil der Zuschauer gar nicht versteht, worum es überhaupt geht, wie Twitter ihm bei der Arbeit hilft und wie das Team versucht, das Studiopublikum bei der Aufzeichnung in die Show einzubeziehen.

Hier ein Trailer:

„Breaking Bad“ – the sitcom

16. Juni 2010 3 Kommentare

„Breaking Bad“ läuft jetzt auf ABC — und zwar als Sitcom:

Sehr lustig! Allenfalls ein bißchen zu lang.

(via)

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„Breaking Bad“: Starkes Finale, nächste Staffel sicher

15. Juni 2010 5 Kommentare

Es war die zuschauerstärkste Staffel für „Breaking Bad“: 1, 5 Millionen wollten im Schnitt jede Episode der dritten Staffel sehen, die Sonntag zuende gegangen ist. Mit einem starken Cliffhanger, der abermals ein neues Licht (bzw. genaugenommen einen neuen Schatten) auf die Haupt-Charaktere Walter und Jesse wirft.

Ich möchte gar nicht allzu viel verraten. Statt dessen verweise ich auf ein schönes Interview mit dem Creator Vince Gilligan (Achtung, Spoiler! Besser erst nach der letzten Folge lesen), der dem „Hollywood Reporter“ einige Geheimnisse hinter der besten Serie dieser Tage verrät — unter anderem, daß die Show deshalb einen so unvorhersehbaren, aber nicht unglaubwürdigen Verlauf genommen hat, weil sie tatsächlich von Folge zu Folge gestrickt wird. Daß die Autoren versuchen, die Handlung aus den Charakteren abzuleiten, die Struktur der vier Akte pro Folge (statt gewöhnlich drei) sowie die sehr visuelle Erzählweise aus Gilligans Erfahrung als „Akte X“-Autor stammen und daß es mit einer Serie wie mit einer Achterbahn ist: Es kann nicht immer rasant abwärts gehen — um echten Nervenkitzel hervorzurufen, braucht es auch lange, ruhige Aufbauarbeit, die die Schußfahrt vorbereitet.

AMC hat eine vierte Staffel angekündigt, einige Emmy-Nominierungen werden für den 8. Juli erwartet. Bryan Cranston hat bereits zwei Emmys in Folge für seine Rolle als Walter White erhalten, auch Aaron „Jesse“ Paul und die Serie selbst sind schon mehrfach nominiert worden.

UPDATE Gerade lese ich: In Deutschland wird „Breaking Bad“ wohl ab diesem Herbst auf Arte zu sehen sein. Die deutsche Synchronisation gibt es ja bereits (auch die beiden ersten Staffeln sind schon synchronisiert auf DVD erhältlich), und sie ist sogar ganz okay.

Journey of the Childmen

„Childmen“ ist exakt das richtige Wort für die phantastischen Kindsköpfe von The Mighty Boosh: Es scheint ein kindliches Vergnügen für Julian Barratt und Noel Fielding zu sein, in die unterschiedlichsten Rollen ihres selbstgeschaffenen Pandämoniums zu schlüpfen. Und für ihre Fans ebenfalls. Die gestrigen Test-Screenings des neuen „Mighty Boosh“-Tourfilms „Journey of the Childmen“ in New York waren jedenfalls ausverkauft, noch bevor klar war, daß die beiden Hauptdarsteller persönlich anwesend sein würden. „Comedy is the new Rock’n’Roll“, hieß es in den Achtzigern. Daran scheint sich nicht viel geändert zu haben, wenn diesem Trailer zur Tour-Doku der „Future Sailors“-Tour vertrauen möchte.

… der leider mittlerweile offline ist.