Steve Coogan soll an der Seite von Will Farrell und Mark Wahlberg im Buddy/Cop-Film „The Other Guys“ spielen. Das berichtet Chortle. Der prominente Cast schließt u.a. Michael Keaton, Eva Mendes, The Rock und Will Ferrell ein; das Buch ist von Chris Henchy und Adam McKay, der auch Regie führt. Die Verbindung von Henchy zu „Entourage“, das er etliche Episoden lang produziert hat, läßt Gutes hoffen; McKay allerdings hat auch „Anchorman“ gemacht und „Eastbound & Down“. Wird also vermutlich Will-Ferrell-Klamauk werden, der auf meiner persönlichen Humorskala kurz vor Didi Hallervorden liegt.
Eric Idle schreibt heute im Telegraph und nutzt die Gelegenheit, ausführlich Werbung für seine Python-Show „Not the Messiah“ zu machen. Natürlich nutzt er außerdem die Gelegenheit, um sehr, sehr meta zu werden und darüber zu schreiben, daß er gezwungen wird, etwas über die Pythons zu schreiben, also kann man sich den Text im Grunde sparen, weil über die Pythons eh alles gesagt ist, und sich gleich die „Almost the Truth — The Lawyer’s Cut“-Box kaufen, die ich gerade peu á peu gucke und die dann doch recht interessant ist, weil sie die Geschichte der Pythons immerhin mit Fotos und Filmchen illustriert, die man noch nicht tausendmal gesehen hat, und mit lauter neuen Interviews, wie es sich gehört. Und das neue Buch „Monty Python Live!“, das Anfang Oktober kommen soll und die Geschichtchen erzählen wird, die den Pythons auf ihren Tourneen widerfahren sind.
Die Emmy-Verleihung birgt keine Überraschung: Schon wieder ein Emmy für „30 Rock“, schon wieder keiner für Hugh Laurie. Dabei hat „30 Rock“ den Zenit m.E. schon in der zweiten Staffel überschritten — irgendwie ist das ja immer noch alles gut und schön, aber nicht mehr überraschend und oft auch nicht mehr so stringent erzählt wie in der ersten Staffel.
Der Drama-Emmy für „Mad Men“ geht in Ordnung, auch wenn ich ihn natürlich „Breaking Bad“ verliehen hätte, das hierzulande zwar in der breiten Öffentlichkeit noch immer unter der Wahrnehmungsoberfläche bleibt, aber in DVD-Junkie-Kreisen mittlerweile schon die Ehre erfährt, die ihm gebührt. Gerade habe ich in illustrer kleiner Runde in Wien aus dem Nichts eine schöne (und schon recht betrunkene) Stunde mit mir weitgehend unbekannten Medienmenschen verbracht, die eingeleitet wurde mit dem an mich herangetragenen Geheimtip „Breaking Bad“ — wer mir so kommt, wird natürlich mit Instant-Freundschaft belegt, und sei’s nur für den Abend. Wenigstens hat der brilliante Bryan Cranston den Emmy für Drama-Hauptrolle abgestaubt.
Ich meinerseits werde mich demnächst mal an die Charts meiner Lieblingsserien des letzten Jahres bzw. gleich Jahrzehnts machen — jedenfalls sobald ich die Herbst-Season überblicken kann. Da steht ja einiges auf dem Programm: „Curb“ geht weiter und „The Office“, in England „Peep Show“, und sogar „Doc Martin“ ist wieder da, über den ich noch eine große Lobeshymne schreiben muß, o ja, o mei, wann soll ich eigentlich noch auf die Wiesn gehen?!
Es gibt ab sofort eine Linkseite (zu erreichen über die Leiste oben)! Ich weiß gar nicht, warum ich bis jetzt keine gemacht hatte — liegt doch eigentlich nahe. Die hab ich jetzt nur ganz schnell hingeschustert — wer weitere gute Seiten von oder über Comedians, Britcoms und/oder sonstige relevante Interweb-Heimauftritte weiß: Bitte in den Kommentaren unter der Linklist posten! Danko!
Ab Sonntag läuft „The IT Crowd“ bei Comedy Central (immer sonntags, 22.15 Uhr), und sie klingen, als hätte die B-Mannschaft des Theater-Grundkurses an der „Reich und schön“-Oberschule in Mölln sie eines nebligen, grauen Tages synchronisiert, obwohl sie weiß Gott keine Lust dazu hatte.
Chris Morris (Denholm Reynholm), verdienter Satire-Haudegen des britischen Fernsehens und hier Senior-Gaststar mit nur wenigen Auftritten, wird von einem Schnösel im genau gleichen Alter wie der Rest der Bande gesprochen, ohne auch nur annähernd soviel Distanz und Autorität in der Stimme wie das Original. Von Chris O’Dowds (Roy) Loser-Irisch ist nichts übriggeblieben, und auch die kieksige Unsicherheit von Katherine Parkinson (als Jen) ist weg. Ganz zu schweigen von Richard Ayoades (Moss) mokantem Näseln, das durch eine Nerd-Stimme ersetzt worden ist, die in meiner Erinnerung gerade wie Willie aus der „Biene Maja“ klingt. Hoffentlich kriegt CC nie Graham Linehans noch größeren Geniestreich „Father Ted“ in die Finger…
Bis die zweite Live-DVD erscheint, wird man auf neues Material von The Mighty Boosh noch warten müssen — eine weitere, vierte Staffel ist derzeit wohl nicht geplant. Solange kann man ja aber noch alte Sachen angucken, die schon andeuten, in welche Richtung die spätere „Mighty Boosh“-Psychedelic-Comedy gehen würde. Zunächst der 1:30 kurze, eher konventionelle Ratgeber „How to Tell when a Relationship is Over“ (2003) von Julian Barratt:
https://www.youtube.com/watch?v=s4W-tk80EUw&hl=de&fs=1&
Dann der etwas längere, mächtig buschige Clip „Pete Sweet“ von Barratt und Noel Fielding (10:44), Gewinner des Kodak Short Film Showcase 2002, des TCM Awards 2001, des F.A.C.E. Award (Film Award for Cinematic Excellence) 2001 sowie, uff: BAFTA-nominiert für den Best Short 2001.
Daß man von Fielding gerade nicht allzu viel sieht im Ferntonkino, liegt nicht zuletzt an ihm selbst: Zwar sollte er vor kurzem noch regelmäßiger Panelist bei „Never Mind the Buzzcocks“ (einem Rock- und Pop-Quiz auf BBC2) werden, gestand dann aber schweren Drogengebrauch (u.a. Kokain, Ketamin, Magic Mushrooms, Ecstacy und LSD) und flog daraufhin aus dem Team. Ist ja auch eine Überraschung, wenn man „The Mighty Boosh“ gesehen hat: Der Typ, der sich hermaphroditisch Meermänner, den pinken Tentakelkopf Tony Harrison und den Voodoo-Geist des Jazz/Howlin Jimmy Jefferson ausgedacht hat, nimmt Drogen? Echt jetzt?!
Die ersten drei Staffeln „Mighty Boosh“ gehören, ich wiederhole das gerne immer wieder, zum Grundkurs Britcoms II und sind später scheinrelevant. Ich sag’s ja bloß.
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