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Artikel Tagged ‘Eric Idle’

In the News (7)

17. Oktober 2009 3 Kommentare

Monty Pythons überlebende Mitglieder (plus ein cardboard cut-out von Graham Chapman) haben sich wiedervereinigt: in New York, um einen Spezial-Bafta entgegenzunehmen. Die London Times berichtet von der Feier, ebenso der Guardian, der auch noch einen Clip hat, auf dem Eric Idle wie ein Gebrauchtwagenhändler aussieht. In der Times wiederum darf “Top Gear”-Petrolhead Jeremy Clarkson in seiner Kolumne berichten, wie sein Vater ihn mit neun aus dem Bett geholt hat, um ihm Monty Python zu zeigen, und entpuppt sich als inoffizielles Mitglied der “Dead Parrots” (dem Pub Quiz-Team aus “The Office”).

Ricky Gervais darf, apropos “The Office”, den Fragebogen im Guardian ausfüllen (“The most significant event of the decade? The war on terror. Or writing an episode of The Simpsons. It’s hard to choose, isn’t it?”).

Peter Capaldi, der ewig fluchende Spin Doctor Malcolm Tucker in Armando Iannuccis genialem Film “In the Loop” und der vorangegangenen Serie “The Thick of It”, darf sich zur kommenden Staffel eben dieser Serie im Guardian äußern (gibts eigentlich auch andere Zeitungen auf dieser komischen Insel?).

Curb Your Enthusiasm gewidmet ist schließlich eine Eloge in der Times, die sich mit den speziell jüdischen Aspekten der Serie befaßt, und

ich gehe jetzt wieder ins Bett, Herrschaften, das Buchmessenfest gestern war sagenhaft, und dementsprechend aufgequollen fühlt sich mein Kopf jetzt auch an innendrin, aber das ist angesichts der sensationellen Feier nur angemessen und nicht weiter schlimm. Nur meine goldene Uhr, die ich zum Abschluß meiner beinah zehn Dienstjahre bei TITANIC gestern abend ja wohl bekommen haben muß, kann ich irgendwie nirgends finden. Dafür hat Gärtner jetzt vermutlich zwei. Sei’s, wie es sei. Gute Nacht!

In the News (5)

23. September 2009 2 Kommentare

Steve Coogan soll an der Seite von Will Farrell und Mark Wahlberg im Buddy/Cop-Film “The Other Guys” spielen. Das berichtet Chortle. Der prominente Cast schließt u.a. Michael Keaton, Eva Mendes, The Rock und Will Ferrell ein; das Buch ist von Chris Henchy und Adam McKay, der auch Regie führt. Die Verbindung von Henchy zu “Entourage”, das er etliche Episoden lang produziert hat, läßt Gutes hoffen; McKay allerdings hat auch “Anchorman” gemacht und “Eastbound & Down”. Wird also vermutlich Will-Ferrell-Klamauk werden, der auf meiner persönlichen Humorskala kurz vor Didi Hallervorden liegt.

Eric Idle schreibt heute im Telegraph und nutzt die Gelegenheit, ausführlich Werbung für seine Python-Show “Not the Messiah” zu machen. Natürlich nutzt er außerdem die Gelegenheit, um sehr, sehr meta zu werden und darüber zu schreiben, daß er gezwungen wird, etwas über die Pythons zu schreiben, also kann man sich den Text im Grunde sparen, weil über die Pythons eh alles gesagt ist, und sich gleich die “Almost the Truth — The Lawyer’s Cut”-Box kaufen, die ich gerade peu á peu gucke und die dann doch recht interessant ist, weil sie die Geschichte der Pythons immerhin mit Fotos und Filmchen illustriert, die man noch nicht tausendmal gesehen hat, und mit lauter neuen Interviews, wie es sich gehört. Und das neue Buch “Monty Python Live!”, das Anfang Oktober kommen soll und die Geschichtchen erzählen wird, die den Pythons auf ihren Tourneen widerfahren sind.

It’s…

8. Juli 2009 2 Kommentare

Not the Messiah

Not the Messiah

Monty Python’s Flying Circus’ Reunion — jedenfalls beinahe: Zum 40. Jahrestag der Erstausstrahlung des Fliegenden Zirkus’ werden sich die Pythons für eine Live-Show in der Royal Albert Hall zu London wieder zusammentun. Mit Ausnahme von, natürlich, Graham Chapman, der 1989 an Krebs gestorben ist — und aber auch ohne John Cleese, was die Meldung gleich viel weniger sensationell macht.

“Not the Messiah (He’s a Very Naughty Boy)” soll ein “komisches Oratorium” werden, so Eric Idle, der die Show zusammen mit John du Prez (Musik u.a. für “M. P.’s Meaning of Life”) geschrieben hat. Mit von der Partie werden außerdem Carol Cleveland und Neil Innes sein, den ich für seine Beatles-Anverwandlungen für “The Rutles — All You Need is Cash” ebenso bewundere wie für seine komischen Platten mit der Bonzo Dog Doo-Dah Band. Wer 140 Pfund für ein Ticket übrig hat (gibt aber auch billigere): Am 23. Oktober ist es so weit.

Und weil man den ganzen Monty Python-Kram nun doch schon so oft gesehen hat: Hier “Ouch” aus dem Rutles-Film (zu dem ich sehr raten kann, jedenfalls zum ersten Teil. Es gibt noch einen gottseidank weitgehend unbekannten zweiten Teil, aber über den schreibe ich ein andermal, wenn ich schlechte Laune habe).

Adliger Lieblingswitz

1. November 2007 Keine Kommentare

Der Legende nach ist »The Aristocrats« ein Witz, den sich die Witzemacher der englischsprachigen Welt seit den Zeiten des Vaudeville untereinander erzählen, der es jedoch nie aus diesem scharf umrissenen Milieu hinausgeschafft hat. Ein sagenhafter Witz, mit dem sich die Herren (und, seltener, Damen) Künstler vor ihren Standup-Auftritten warmwitzeln, indem sie ihn variieren, ausschmücken und überdrehen, bis er groteske Formen annimmt und weit jenseits des landläufigen sog. guten Geschmacks noch lange nicht aufhört.

Diesen hochgradig obszönen Witz, von dem erzählt wird, seine Wirkung reiche an Monty Pythons »tödlichen Witz« heran, das Publikum lache sich bei professionellem Vortrag nämlich zumindest annähernd tot, diesen mythischen Witz und seine Geschichte erzählt die Filmdoku »The Aristocrats«, die nun in ausgewählten deutschen Kinos zu besichtigen ist. Vorgetragen und präsentiert wird diese Mutter aller Witze von der Crème der amerikanischen und britischen Comedy, erwähnt seien hier stellvertretend für annähernd einhundert Komiker nur Eric Idle, Jon Stewart und Robin Williams, und jede Version ist dabei schmutziger, widerlicher, abstoßender und komischer als die vorige.

Erzählen kann und werde ich den Witz hier natürlich nicht, da müssen Sie schon selbst ins Kino gehen. Die Pointe allerdings verrate ich Ihnen gerne. Sie lautet: »The Aristocrats«.

Zuerst erschienen in der Humorkritik in TITANIC 11/2007