Archiv

Archiv für Februar, 2010

Your bits on „The IT Crowd“

15. Februar 2010 18 Kommentare

Die vierte Staffel „IT Crowd“ wirft ihren langen Schatten voraus: Fünfeinhalb Drehbücher sind fertig, drei Wochen bis Drehbeginn, Casting hat begonnen, nächste Woche werden Locations gesucht. Bis dahin hätte Graham Linehan, geistiger Vater der IT-People, gerne noch allerlei Nerd-Sperenzchen, mit denen das Büro von Roy und Moss dekoriert werden kann — und zwar von seinen Fans. Wer also noch Poster, Aufkleber, lustige Gerätschaften, T-Shirts usw. hat, die die eigenwillige Atmosphäre unterstützen, oder gute Kontakte zu den Produzenten von „Star Trek“, von denen Linehan gerne eine Freigabe für einen nicht näher beschriebenen Star-Trek-Gag hätte: Der melde sich bitte bei Father Ted Linehan.

(Interessanterweise sind alle drei Trackbacks unter Linehans Blogeintrag von deutschen Seiten. Ob er sich wohl fragt, was das zu bedeuten hat? Was hat es eigentlich zu bedeuten?)

Geschichten aus der Sitcom-Welt

14. Februar 2010 10 Kommentare

Eine der lustigsten, wenn nicht die lustigste Szene bei „Frasier“ spielt sich ab, als Niles versucht, seine Hose zu bügeln, und dabei peu à peu ein solches Chaos anrichtet, daß in der Folge beinah Frasiers Appartement abbrennt.

In seinem Blog gibt Ken Levine (Autor u.a. für „Cheers“, „Frasier“ und die „Simpsons“) „Frasier“-Cocreator David Lee die Gelegenheit, als Gastautor einige hübsche Anekdoten zu dieser Szene zu erzählen. Wer also wissen will, warum beim Dreh kein Live-Publikum anwesend war, warum Eddie, der Hund, eine Rolle spielen mußte, was Mr. Bean damit zu tun hatte und warum NBC die „Frasier“-Produktionsfirma nach dieser Szene beinahe verklagte, dem empfehle ich einen Besuch bei „…by Ken Levine“. (Ach ja, und „DHP“ steht für David Hyde Pierce, der den Niles spielt.)

Seinfeld & Gervais & Madonna

13. Februar 2010 6 Kommentare

In Jerry Seinfelds upcoming NBC-Show „The Marriage Ref“, seiner ersten eigenen seit 12 Jahren, sollen Ricky Gervais und Madonna mitspielen. Das berichtet u.a. die Sun. In der Show sollen offenbar Comedians (echten) Ehestreit beurteilen, und Larry David steckt auch irgendwie mit drin. Etwas ausführlicher berichtet Chortle.

Sind Fernsehserien unsere Freunde?

9. Februar 2010 6 Kommentare
Trifft man jemanden zum ersten Mal, weiß man in vielen Fällen ziemlich schnell, ob man ihn mögen wird oder nicht. Später wird man genauer sagen können, warum oder warum nicht, aber für gewöhnlich kommt zuerst das Urteil und dann die Begründung. Urteil aus dem Bauch, Begründung aus dem Kopf. Ähnlich verhält es sich (zumindest bei mir) mit Serien: Ich mag sie oder mag sie nicht, und wenn ich erstmal eine Haltung einer Serie gegenüber eingenommen habe, werden auch gute Gründe für eine andere Haltung nichts mehr ausrichten.
Solche Haltungen gegenüber Menschen ändern sich allenfalls, wenn man aus dem einen oder anderen Grund mehr Zeit mit ihnen verbringt, sei es im Büro oder weil sie zum gemeinsamen Freundeskreis gehören, und gegenüber Serien, wenn man mehr Folgen sieht, weil man vielleicht zufällig wieder eingeschaltet hat.
Wäre „How Not to Live Your Life“ eine Person, dann wäre sie laut, penetrant und durch und durch ironisch. Ungefähr wie Oliver Pocher. Anders als mit Oliver Pocher habe ich allerdings mit „HNtLYL“ einige Zeit verbracht. Und nach einer sehr anstrengenden ersten Folge, in der die Hauptfigur Don (gespielt vom Autor und Produzent der Show Dan Clark) vollkommen unlikeable ist, und einer ebenso anstrengenden zweiten Folge — fing ich plötzlich an, ihn, Don, und die Serie zu mögen. Nicht so sehr, daß ich mich verliebt hätte in sie. Aber so sehr, daß ich sie zuende gesehen habe. Und den Witz kapiert habe.
Mehr zur Serie später, hier nur soviel: Sie beruht auf einem Kurzformat, das Clark zusammen mit Gary Reich für Paramount Comedy 1 entwickelt hat: „Dan Clark’s Guide to Dating“, in dem in Minutenlänge zehn Pointen erzählt wurden — was man zum ersten Date nicht anziehen sollte, was man nicht sagen sollte, welche Drogen man nicht nehmen sollte usw. Aus diesen „How not to…“-Gags entstand „HNtLYL“ (das etliche solcher Listen-Gags enthält); das ist auch das größte Handicap der Serie, die ansonsten nämlich kaum eine (sinnvolle) Geschichte erzählt. Leider sind die wenigsten der frühen Clips online, immerhin drei habe ich gefunden. Hier sind sie.



„Why didn’t they just call you Jew Jew Jew Jew Jew?“

8. Februar 2010 1 Kommentar

Es gibt Informationen, die für gläubige Muslime zu ernsthaften Identitätskrisen führen können. Zum Beispiel, wenn sie herausfinden, daß sie adoptiert sind — und jüdisch. So wie Mahmud Nasir, Hauptfigur in David Baddiels neuem Film „The Infidel“, der Ende April in die (englischen) Kinos kommt. Hier ist der Trailer.

Islam scheint gerade Konjunktur als Gegenstand von britischen Comedys zu haben — und schon zum zweiten Mal (nach Chris Morris‘ Trailer zu seiner Terroristensatire „Four Lions“) habe ich das Gefühl, daß gegen diese Form der Auseinandersetzung mit der muslimischen Welt kaum etwas einzuwenden ist.

Omid Djalili, der den Mahmud Nasir spielt, kann man aus seiner Stand Up-Serie „The Omid Djalili Show“ kennen, die zur Zeit auf 3Sat läuft, David Baddiel war Teil des „Mary Whitehouse Experience“ (und hat die Fußballhymne „Three Lions“ mitgeschrieben).

Britcoms für umsonst

8. Februar 2010 8 Kommentare

kann man, wie ich gerade erfahre, bei Videoload gucken. Solange man Vista oder XP nutzt. Und entsprechende Plugins installiert. Dann aber kann man den BBC-Kanal nutzen und Serien OmdU gucken, bis der Augenarzt kommt: „Extras“, „Little Britain“, „The Mighty Boosh“, „According to Bex“, „Coupling“… Die Qualität ist nicht berauschend, aber um sich einen Eindruck zu verschaffen langt es allemal.

KategorienAllgemein Tags: