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Californication, Episodes, Shameless (US)

2. Oktober 2010 1 Kommentar

Drei Serien in einem Trailer: Showtime zeigt uns, was am 9. Januar 2011 (ja, das ist noch ein Weilchen hin) auf uns zukommt, nĂ€mlich die nĂ€chste Staffel “Californication”, “Episodes” und die US-Version des Channel 4-ComedyDramas “Shameless”.

“Californication” lĂ€ĂŸt mich völlig kalt, “Episodes” (mit Matt LeBlanc als Matt LeBlanc, genaueres hier und hier) gebe ich einigen Vertrauensvorschuß, aber “Shameless” als US-Remake mit William H. Macy in der Rolle des Frank Gallagher — WTF?! “Shameless” lebt von dem Setting in Manchester, der Unterschicht und ihrer Sauf- und Raufkultur, von der britischen Hemmungslosigkeit, Sex, Gewalt und Drogenmißbrauch im Fernsehen darzustellen, aber es lebt zuallererst von der AuthentizitĂ€t, die die Serie auch deswegen ausstrahlt, weil ihr Macher Paul Abbott in den VerhĂ€ltnissen aufgewachsen ist, von denen er erzĂ€hlt. Wie das auf die amerikanische white trash-Trailerpark-Bevölkerung und das amerikanische Fernsehen zu ĂŒbertragen sein soll, und wie der Charaktermime William H. Macy in der Hauptrolle als superverkommener Starkstrom-Alkoholiker funktionieren soll — ich meine, warum nicht gleich Armin MĂŒller-Stahl? Das sehe ich mir doch erst mal an. Und zwar vermutlich durch die Finger vor den Augen.

In the News

14. Mai 2010 Keine Kommentare

Zwei TodesfÀlle und eine Geburt:

“Bellamy’s People” wird keine zweite Staffel erhalten. Das berichtet Chortle. Der Spoof der “Fast Show”-Genies Paul Whitehouse und Charlie Higson wurde nach der ersten Series von der BBC abgesetzt — wenig ĂŒberraschend, konnte doch die Umsetzung der erfolgreichen Radio-Comedy ins Fernsehen nicht so recht ĂŒberzeugen.

Auch Sarah Silverman wird nach drei Staffeln ihrer “Sarah Silverman Program” keine weitere Season produzieren. Keine Überraschung, hatte Comedy Central doch schon die letzte Staffel mittendrin auf einen mitternĂ€chtlichen Sendeplatz verschoben und zuvor schon das Budget gekĂŒrzt.

Die gute Nachricht zum Schluß: Matt LeBlanc hat die Rolle als Matt LeBlanc bekommen, die er in der US-britischen Coproduktion “Episodes” spielen soll — und zwar als Fehlbesetzung in einem US-Remake einer erfolgreichen britischen Fernsehserie. Könnte lustig werden (dieses Blog berichtete) und erinnert ein wenig an die selbstironische (und ziemlich bittere) Sitcom “The Comeback”, in der LeBlancs “Friends”-Kollegin Lisa Kudrow sich bereits 2005 ĂŒber ihren Status als alternde Schauspielerin im Fernsehbusiness lustig gemacht hat. Der erste Trailer sieht jedenfalls gut aus:

In the News (6)

4. Oktober 2009 1 Kommentar

“Curb Your Enthusiasm” wird, nach zwei zunehmend komischen, aber “Seinfeld”-freien Folgen, in der heutigen Folge auf endlose AnkĂŒndigungen endlich Taten folgen lassen: Jerry Seinfeld, Jason Alexander, Julia Louis-Dreyfus und Michael Richards werden nach fast elfeinhalb Jahren erstmals wieder gemeinsam vor der Kamera stehen. Und das vor Originalkulissen im Originalstudio, wie sie in einem langen Interview mit Hollywoodinsider verraten:

Michael Richards: “The only thing that was missing was on the back wall of Jerry’s apartment in the hall where you enter from, I had written “Funny” in red paint on the wall. And that wasn’t on the wall. It was missing. But we didn’t need any touch-up. That’s what was so profound. It just all came together pretty easily.”

Matt LeBlanc (“Friends”) wird die Hauptrolle in der britisch-amerikanischen Coproduktion “Episodes” spielen, die im Fernsehmilieu stattfinden wird und den Trend zu amerikanischen Remakes englischer Sitcoms satirisch aufgreifen soll. LeBlanc soll darin die amerikanische Fehlbesetzung eines englischen Ă€lteren Gelehrten spielen, ĂŒber den sich die Produzenten in die Haare kriegen. Es soll aber in erster Linie eine romantische Comedy ĂŒber Liebe am Arbeitsplatz werden — denn die Produzenten sind miteinander verheiratet. Könnte gut werden, wird “Episodes” doch von Hat Trick produziert (die neben dem Dauerbrenner “Father Ted”, den ich hier gar nicht oft genug empfehlen kann, allerdings auch das unsĂ€gliche “Kröd Mandoon” versemmelt haben) und von Mark Bussell und Justin Sbresni betreut, die das höchst empfehlenswerte “The Worst Week of My Life” gemacht und auch seine (allerdings eher mĂ€ĂŸige) Umsetzung fĂŒr den US-Markt betreut haben. Ich persönlich bin ja ein Fan von Fernsehen, das sich mit sich selbst beschĂ€ftigt (siehe “Curb”), und empfehle daher hier nochmal fix “Moving Wallpaper” und “Dead Set”; “30 Rock” und “Extras” muß man ja wohl nicht mehr extra erwĂ€hnen.

Außerdem meditiert die London Times darĂŒber, what British comedy says about us (ich wage kaum darĂŒber nachzudenken, was deutsche Comedy ĂŒber uns aussagt), und der Guardian denkt laut darĂŒber nach, ob der “Anhalter” immer noch lustig ist. Ich tippe ja: Er ist es.