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Artikel Tagged ‘Johnny Vegas’

Manic Monday (1)

14. November 2011 Keine Kommentare

Je näher Weihnachten rückt, desto zahlreicher werden die DVD-Neuerscheinungen, die am ersten Tag der Woche in den Läden liegen. Heute sind es allein 14 neue Stand-Up-DVDs! Die meisten sind für mich allerdings uninteressant — außer von den ganz Großen guck ich mir Bühnenshows eher nicht im Fernsehen an. Und von denen ist heute eigentlich nur einer dabei: Dylan Morans neue DVD “Yeah, Yeah — Live in London”.

Interessanter dagegen: ein extrem günstiges Box-Set von Rob Brydon, in dem seine Frühwerke “The Keith Barret Show”, “Human Remains” und “Marion & Geoff” zusammen für schlappe 11,48 Euro enthalten sind — günstiger wird’s nicht mehr. Insbesondere “Human Remains” (2000, BBC), in dem Brydon zusammen mit Julia Davis sechs unterschiedliche englische Paare spielt, ist eine zu Unrecht etwas vergessene Sitcom und ein früher Fall von bitterböser und rabenschwarzer Mockumentary, den mal wieder zu besichtigen sich absolut lohnt.

Weiterhin heute erschienen: Die vierte Staffel “Benidorm” (ITV, seit 2000) (und das Box-Set mit allen vier Staffeln plus Specials). Diese Sitcom bzw. dies ComedyDrama (nach der zweiten Staffel wurden die Folgen von brutto 30 auf 60 Minuten umgestellt) erzählte mit einem teilweise hochkarätigen Ensemble (Johnny Vegas, Nicholas Burns — beide leider in der letzten Staffel nicht mehr dabei –, Steve Pemberton von der “League of Gentlemen” u.a.) Urlauber-Geschichten von rotgebratenen Briten in Spanien: Rentner mit Swinger-Ambitionen, Töchter, die mit spanischen Kellnern flirten, Teenager-Schwangerschaften, schwule Mittelschichtsangehörige, die sich eigentlich für zu gut für All-Inclusive-Urlaube halten, Karaoke-Abende und sehr, sehr viel Alkohol — wie Engländer halt so Urlaub machen. Die letzte Staffel schwächelte etwas, und Creator und Autor Derren Litten hat bereits angekündigt, sich von der Serie zu verabschieden; dennoch könnte es im nächsten Jahr mit “Benidorm” weitergehen: Denn die Einschaltquoten sind nach wie vor sehr gut.

Außerdem heute erschienen: “Soap Box” von David Mitchellund die vierte Staffel “Not Going Out” (sowie das Box-Set).

Nächste Woche sind “Come Fly With Me” dran, John Cleese’ “The Alimony Tour 2011″, die vierte Staffel “Outnumbered” und “Rev” (die erste Folge der zweiten Staffel hat mir gut gefallen). Dann mehr.

“Ideal” abgesetzt, Golden Globes ohne Gervais, neue Sky-Sitcoms

4. August 2011 5 Kommentare

Nach sieben Jahren und ebensovielen Staffeln setzt BBC3 die Kiffer-Sitcom “Ideal” mit Johnny Vegas als Kleindealer ab. Obwohl die Einschaltquoten höher sind denn je, hat der neue BBC3-Controller Zai Bennett, wie neue Chefs das halt so machen, fast alle Comedies abgesetzt, die seine Vorgänger installiert hatten. Nur “Mongrels” und “Russell Howard’s Good News” werden weiterlaufen. Autor Graham Duff, selbst in der Show als Graham Brian zu sehen, dankt den Fans weltweit — “Ideal” wird mittlerweile in den USA und selbst in Finnland ausgestrahlt — und ist gleichermaßen stolz und frustriert, daß seine Show zu einem Zeitpunkt abgesetzt wird, an dem sie die besten Kritiken, die profiliertesten Gaststars und die meisten Zuschauer hat. “Ideal” stammt aus der Produktionsfirma Baby Cow von Steve Coogan und Henry Normal.

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Ricky Gervais will nicht noch einmal die Golden Globes moderieren, berichtet die Sun. Er habe es jetzt zweimal getan und werde es wahrscheinlich dabei belassen. Außerdem verteidigt er sich abermals gegen Kritiker, die ihm seine Scherze während der letzten Globes-Zeremonie immer noch nachtragen: “I didn’t do anything wrong. I was poking fun at a room full of people who pretend to be someone else all day. It wasn’t a room which was full of wounded soldiers. These are Hollywood actors!”

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Sky1 hat einige neue Sitcoms auf dem Zettel: “The Cafe” mit Ralf Little (“Royle Family”) wird, Überraschung, in einem Café in Weston-Super-Mare (Somerset) spielen; “Mount Pleasant” aus der Produktionsschmiede Tiger Aspect (“Benidorm”) soll ein ComedyDrama mit etlichen semiprominenten Schauspielern aus “Shameless”, “Skins”, “Teachers” und “Peep Show” werden. “Trollied” schließlich (Premiere heute abend) stammt aus der Feder von Julie Rutterford (“Shameless”, “Life on Mars”) und ist evtl. als Vehikel für Jane Horrocks gedacht, die dem einen oder anderen noch als nervtötend dämliche Persönliche Assistentin Bubble aus “Absolutely Fabulous” bekannt sein könnte. Mit von der Partie sein wird Jason Watkins (“Being Human”), produziert hat das ganze Ash Atalla, der schon “The Office” und einige Folgen “The IT Crowd” in seinem Lebenslauf stehen hat. Hier ein Trailer:

Zu Unrecht vergessene Sitcoms (1): “Happiness”

20. September 2010 Keine Kommentare

Er ist keineswegs gescheitert im Leben: Danny Spencer (Paul Whitehouse) ist der Mann hinter einer beliebten Kinderfernsehsendung, in der ein Bär aus Knetgummi, eine Mischung aus Kung-Fu-Kämpfer und Krankenschwester in einer riesigen Herrenunterhose, die Hauptrolle spielt. Danny schreibt die Texte und spricht den Bär mit Namen Dexter, und hat es so zu einer C-Prominenz gebracht, die ihm einen komfortablen Lebensstandard erlaubt. Doch Danny ist nicht glücklich: Er feiert gerade seinen vierzigsten Geburtstag (sieht aber aus wie fünfzig), niemand erkennt ihn als Promi (es sei denn, er spricht mit der albernen Stimme Dexters), seine Freunde sind langweilig oder Alkoholiker (oder beides), und noch bevor die erste Episode beginnt, wird seine Frau auf dem Zebrastreifen von einem Eisverkaufswagen überfahren und stirbt. Ein erschütterndes Ereignis, aber was Danny mehr zu schaffen macht als der Tod seiner Frau selbst, ist die Tatsache, daß er gar nicht angemessen traurig deswegen ist.

“Happiness” (BBC2, 2001 – 03) ist, in diametraler Entgegensetzung zum Titel, eine veritable Sadcom, denn Danny ist eine traurige Figur. Seine große Liebe Rachel (Fiona Allen) hat längst mit seinem besten Freund Terry (Mark Heap) zusammen Kinder, obwohl sie vom bürgerlichen Leben an der Seite eines Angestellten der London Library nicht immer begeistert ist. Die beiden Flatmates Charlie (Johnny Vegas) und Sid (Pearce Quigley), weitere Stammgäste in Dannys Pub, sind immer schmuddelig und meistens breit, obwohl sie für diese Art von studentischem Hänger-Leben längst zu alt sind. Angus (Clive Russell) ist über fünfzig und geschieden, benimmt sich aber konsequent, als wäre er zwanzig, fährt Motorrad und hüpft mit Betthasen in die Falle, die seine Töchter sein könnten. Und die beiden Tobys, die im Tonstudio arbeiten, wo Danny seine Texte einspricht, sind genau so hip und jung, wie Danny nicht ist: Während er (in der zweiten Staffel) etwa eine Szene aus “Fawlty Towers” (schlecht) nachspielt, stehen die beiden Tobys ratlos daneben (“Wer spielt denn da mit bei ‘Fawlty Towers’?”), kommen dann aber auf ihre Lieblingsserie “Spaced” zu sprechen und machen prompt die Shootout-Pantomime nach, die wiederum Danny konsterniert zurückläßt. (Doppelt komisch, dieser Moment, weil mit Heap und Russell gleich zwei Schauspieler aus “Spaced” auch in “Happiness” mitspielen.)

Überhaupt: Fernsehreferenzen! In beinahe jeder Folge tauchen in Dannys Studio Stargäste auf, und meistens führt das zu peinlichen Momenten. Sei es, weil sie Danny sagen, wie gerne sie auch mal auf der Straße nicht erkannt würden, oder weil sie einem Date mit ihm zustimmen — schließlich haben sie es sich ja nur zur Regel gemacht, niemals andere Promis zu daten. Oft erkennen sie ihn nicht einmal. Oder wollen sofort wieder weg, wie etwa Ricky Gervais, über den Danny sich kaputtlacht, weil er glaubt, der spreche mit ihm in der rechthaberischen David-Brent-Rolle. Tut er aber gar nicht.

Möglicherweise war “Happiness” ein wenig zu düster, um ein größerer Erfolg zu werden. Möglich, daß es auch deswegen heute so in Vergessenheit geraten ist: An die erste Staffel ist auf DVD praktisch nicht mehr heranzukommen (die zweite ist aber ohnehin die stärkere und deshalb eine doppelte Empfehlung meinerseits). Der Aufwand lohnt aber, denn “Happiness” hat Stil: die Figuren sind komplexer, als man es erwartet, es gibt die eine oder andere lustige Slapstick-Einlagen, die meistens auf das Konto des brillanten Johnny Vegas gehen, und die Storys sind zwar minimalistisch, aber bis ins Detail durchgeschrieben. Die zweite Staffel baute zusätzlich auf einen Handlungsbogen, was ein wenig zu Lasten der ersten Folge geht, die dadurch mehr Exposition als eigenständige Episode ist, aber der ganzen Serie sehr zuträglich ist. Insgesamt ist “Happiness” ein weiterer Höhepunkt im an Höhepunkten nicht armen Leben Paul Whitehouses (“The Fast Show”, “Help”, “Harry And Paul”) — wenn auch eben ein etwas vergessener.

Comedy im Sommerloch

16. August 2010 4 Kommentare

Der August ist traditionell der Monat, in dem die BBC all die Shows verklappt, an die sie nicht mehr so recht glaubt, die aber schon produziert sind und versendet werden müssen. Gut versteckt vor allen, die Ferien haben und im Urlaub sind — aber natürlich nicht gut genug für dieses Blog. Die Comedy-Flut, die in den letzten Wochen losgebrochen ist, verheißt da nichts Gutes. Und in der Tat: Das meiste davon kann man sich sparen. Insbesondere

“Roger and Val Have Just Got In” (BBC2). Alfred Molina und Dawn French in einem Comedy-Kammer- bzw. Kummerspiel der besonderen Art — nämlich der besonders langweiligen. Der Zuschauer darf dem “middle aged” (BBC) Ehepaar (btw: Molina ist 57, Dawn French 52) bei der Erörterung alltäglicher Themen zusehen: Muß man alle Quittungen für alle Haushaltsgegenstände über Jahre hinweg aufbewahren? Und gelten Garantien noch, wenn man sie aus Versehen zerrissen und dann mit Tesa geklebt hat? Mildly amusing für alle, deren bevorzugte Saunatemperatur bei 23,5 °C liegt; mir ist allerdings nicht ganz klar, was Molina an den Dialogen so superspitze fand, daß er (der immerhin einer der allerbeliebtesten Schauspieler der Briten ist) sofort zugesagt hat. Dabei war er in “An Education” doch so gut! Für Dawn French gilt ähnliches, jedenfalls in der Hinsicht, daß sie in England unfaßbar beliebt ist. Ihr letzter sehenswerter Auftritt liegt allerdings schon etwas länger zurück.

“Grandma’s House” (BBC2). Welchen Schluß soll man aus dem Erfolg von x Staffeln “Larry Sanders”, sieben Staffeln “Curb Your Enthusiasm”, drei Staffeln “Lead Balloon” und der zweiten Staffel “Extras” ziehen? Daß es nun langsam langt mit Comedians, die, sobald das Rotlicht erloschen ist, sauertöpfisch, unleidlich und/oder merkwürdig werden? Oder daß man jetzt endlich mal eine Serie machen sollte, in der ein Comedian sich im Privatleben als verschroben, distanziert und unsympathisch herausstellt? Simon Amstell, bis vor kurzem Host der Comedy-Panelshow “Never Mind The Buzzcocks”, war eben dort berühmt dafür, noch recht jung, dafür aber schon sehr fies zu seinen Gästen zu sein. Dann warf er das Handtuch, um vielleicht ein bißchen schauzuspielen. Und tataa: schon sehen wir ihn in einer Sitcom, wo er sich selbst spielt und wo im Kreise von Mutter (Rebecca Front) und weiterer Verwandtschaft erörtert bzw. nicht erörtert wird, ob es klug war, die Fernsehkarriere hinzuwerfen, um ein bißchen schauzuspielen. Sehr meta. Ob es klug war, wird sich noch zeigen — schauspielen scheint jedenfalls nicht Amstells größtes Talent zu sein.

Eine überraschend gute Variante des Themas Comedians, die im Privatleben voll unlustig sind ist übrigens (ausführliche Kritik folgt, sobald ich die zweite Staffel gesehen habe) “Happiness” (BBC2, 2001 – 03). Zu unrecht vergessen, spielt darin Paul Whitehouse einen Comedian mit Identitätskrise: Er schreibt und spricht einen Fernseh-Knetgummibär (den Ninja-Krankenschwester-Bär Dexter), den alle Welt liebt — aber ihn, den Mann hinter dem Bär, kennt niemand… Sehr melancholisch, fast eine Melanchomedy (aua!), und top besetzt nicht nur mit Whitehouse, sondern auch mit dem jungen und sehr guten Johnny Vegas, Fiona Allen und Mark Heap, den man zuletzt gesehen hat in

“The Great Outdoors” (BBC4). Die haben sich zuletzt leider als doch nicht so great entpuppt, muß ich einräumen. Mark Heap ist zwar immer gut als Mark Heap, die Drehbücher aber mäanderten doch recht ziellos herum und zogen sich wie, nun ja, Wanderungen bei Regen. Nicht schlimm, daß BBC4 davon nur drei Folgen in Auftrag gegeben hat.

Soviel erstmal als Sommer-Comedy-Zwischenbilanz. Vielleicht werden sie ja noch besser, die Comedy und das Wetter.

In the News

1. April 2010 4 Kommentare

“Doc Martin” geht in die fünfte Staffel: ITV hat weitere acht Folgen der Erfolgsserie mit Martin Clunes bestellt; produziert werden sollen sie allerdings erst nächstes Jahr — Ausstrahlung dementsprechend nicht vor Herbst 2011.

“Doc Martin” ist die Geschichte um einen erfolgreichen Londoner Chirurgen, den eine Blutphobie dazu bringt, eine Stelle als Allgemeinarzt in einem kleinen Dorf an der Küste von Cornwall anzunehmen, wo sein misanthropes Wesen auf den rauhen Charme der Eingeborenen trifft. Das sehr familienfreundliche ComedyDrama ist in jeder Hinsicht erfolgreich: das Original wird in über zwei Dutzend Ländern in aller Welt ausgestrahlt, außerdem gibt es eine spanische und eine deutsche Adaption (“Doktor Martin” mit Axel Milberg). In England gilt die Serie wegen ihrer schönen Aufnahmen von Port Isaac und Umgebung zudem als reinste Touristenwerbung für Cornwall. Wer keinen großen Wert auf edginess legt, sondern einfach gut unterhalten werden will, dem seien alle vier Staffeln sehr empfohlen.

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Auch “Benidorm” wird, ebenfalls von ITV, mit einer weiteren, der vierten Staffel bedacht. Allerdings werden sowohl Johnny Vegas (“Ideal”) als auch Nicholas Burns (“Nathan Barley”) nicht mehr mit von der Partie sein, wie The Sun berichtet. Vor der sechsteiligen Season wird es aber noch ein weiteres Special geben.

Die Ensemble-Sitcom um vorrangig prollige Briten auf All-Inclusive-Urlaub in Spanien hat sich im Laufe der ersten drei Staffeln ordentlich gemacht: Nachdem ich die erste Staffel noch eher mau fand, war insbesondere die letzte, dritte überraschend gut; nicht zuletzt, weil die Produzenten das Format auf die längere ComedyDrama-Laufzeit geändert haben. Empfehlung für Freunde guter Cringe Comedy.

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Noel Fielding hat enthüllt, wo der geplante Mighty-Boosh-Film spielen wird: nämlich in der Arktis. Am liebsten, so Fielding, würden sie gleich eine ganze Filmtrilogie in Angriff nehmen, allen: mit der Finanzierung hapert es. Toi, toi, toi, daß das Duo seine ganzen Projekte auch verwirklicht kriegt: Neben den drei erwähnten Filmen soll es nämlich noch ein “Rocky Horror Picture Show”-artiges Musical und natürlich ein Album geben. Wird schon, so Fielding, der einen Weg gefunden hat, viel Zeit zu sparen: nämlich indem er einfach zu weniger Partys geht.

Johnny Vegas jagt Zombiepuppen im Kinderfernsehen

28. September 2009 Keine Kommentare

Klingt nach einem echten WTF?!: Die BBC hat angekündigt, mit Johnny “Ideal” Vegas sowie Woolyback Productions und Double Z eine Show namens “The Dead Puppet’s Society” zu machen, in der Vegas sich selbst spielt  — als Comedian mit einem Doppelleben als Puppenspieler, der untote Puppen jagt.  Laufen soll die Show 2011 auf CBBC, dem Kinderkanal der BBC. 13 mal 30 Minuten Zombiepuppen im Kinderfernsehen — gibt es eigentlich einen englischen Kindergarten, in dem ich meine noch ungeborenen Kinder schon mal anmelden kann?